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Michael Winkler Tageskommentar 21. April 2014

22. April 2014

Sind Sie ein „Rußland-Versteher“? Als solche bezeichnet das pseudo-intellektuelle Hetzblatt SPIEGEL inzwischen Leute, die nicht auf jede Sau reinfallen, welche die Damen und Herren Pressehuren auf Anweisung durchs globale Dorf treiben. Rußland-Versteher sind Leute, die sich noch daran erinnern, daß die Amerigauner Krieg geführt und Serbien bombardiert haben, um den Serben ihr angestammtes Kosovo und das Nationalheiligtum Amselfeld abzunehmen. Übrigens mit tatkräftiger Beteiligung der Schröder/Fischer-Regierung, wodurch die Grüninnen jedweden Anspruch auf pazifistische Gesinnung ein für allemal verwirkt haben. Verglichen damit hat Rußland mustergültig human und demokratisch gehandelt, als es die Krim zurückgeholt hat.

Vor vielen Jahren, als die merkeldeutsche Presseeinfalt noch nicht gleichgeschaltet gewesen war, hatte sich der SPIEGEL als „Sturmgeschütz der Demokratie“ beweihräuchert. Das war damals, als die ersten Türken ins wiederaufgebaute Trizonesien gelockt worden sind, 1962, als es noch mehr bedurfte als den Anruf eines subalternen Beamten beim Chefredakteur, um ein Blatt unterwürfig auf Regierungslinie zu bringen. Rußland-Versteher sind vermutlich auch Leute, die es gut finden, daß die Russen den schon anrollenden Luftschlag der USA gegen Syrien durch geschickte Diplomatie verhindert haben. Und natürlich Leute, die wissen, daß die Russen ein paar Blutspritzer auf ihrer weißen Weste haben, während auf der blutroten Weste der Amerikaner kein einziger weißer Faden zu finden ist.

Eine freie Presse und Meinungsvielfalt sind wichtig für die politische Willensbildung, also das, was gemeinhin Demokratie genannt wird. Wenn jedoch alle hochgejubelten Qualitäts-Medien nicht nur die gleichen Nachrichten bringen, sondern sie auch noch aus demselben Blickwinkel betrachten, ist das weder eine freie Presse noch Meinungsvielfalt, sondern schlicht und einfach Manipulation. Wenn sich die Blätter nur noch dadurch unterscheiden, daß darin andere Möbelhäuser inserieren, ist es wahrlich nicht schade, wenn sich der Blätterwald lichtet und die linksgrünen Redaktionen sich bei der Bundesagentur zur Verschleierung der Arbeitslosigkeit melden müssen.

Ob SPIEGEL, WELT, ZEIT, SÜDDEUTSCHE, FAZ – es sind Untote, zombiehafte Gestalten einstiger Größe, die sich einreihen können bei PRAWDA und NEUES DEUTSCHLAND. Sie haben sich überlebt, sind nicht mehr meinungsbildend, sondern nur noch meinungsunterdrückend. Für die Einheitsmeinung genügt die BILD völlig, die hat wenigstens nicht den intellektuellen Anspruch, denen die genannten Blätter sowieso schon lange nicht mehr gerecht werden.

Quelle: Michael Winkler→

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