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Ein 88jähriger vor dem Jugendgericht

29. November 2014

Das Landgericht Köln teilt mit (08.01.2014), daß demnächst ein 88jähriger Mann wegen des Vorwurfes der Beteiligung an einem Kriegsverbrechen vor dem Jugendgericht in Köln stehen wird. Er war damals 19 Jahre alt.

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Ich bin einmal gespannt, wie der Sachverständige 70 Jahre nach den Ereignissen (Oradur-sur-Glane) feststellen will, ob Jugend- oder Erwachsenenstrafrecht anzuwenden ist.

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Nach der Verurteilung und Arrest kommt der dann 92jährige vermutlich in eine Wohngruppe für Jugendstraftäter. Am Wochenende ist Freigang, damit sich die jungen Menschen an das normale Leben gewöhnen. Man sucht Tanzlokale auf. Hoffentlich kommt der junge Mann dort nicht mit Drogen in Berührung, er hat das ganze Leben ja noch vor sich.

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Ob diese Täter auch noch vor die Jugendstrafkammer kommen?

Am 12.9.1944 eroberte das 3. Bataillon des französischen Regiments „Marche du Tchad“ von Leclerc das Dorf Andelot bei Chaumont in Haute Marne. Rund 500 deutsche Kriegsgefangene wurden in einer Scheune versammelt. Ein Panzerkommandant gab den Befehl, mit dem Panzer in die Menschenmenge zu schießen. Gliedmassen flogen durch die Luft. Wer nicht tot war , wurde mit dem Maschinengewehr niedergemacht.

Quelle: „Kriegsverbrechen in Europa und im Nahen Osten im 20. Jahrhundert“ von Franz W. Seidler u. Alfred M. de Zayas. Verlag E.S. Mittler und Sohn GmbH

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Dieses Verbrechen dürfte keinen mehr interessieren, denn an dem Ort hat unsere Bundesheulboje ja noch keine Tränen vergossen.

Dem Weinliebhaber scheinen Verbrechen an Deutschen eh egal zu sein.

11 Kommentare leave one →
  1. Arkturus permalink
    29. November 2014 15:43

    Hat dies auf Oberhessische Nachrichten rebloggt.

  2. Senatssekretär FREISTAAT DANZIG permalink
    29. November 2014 15:47

    Hat dies auf Aussiedlerbetreuung und Behinderten – Fragen rebloggt.

  3. 29. November 2014 16:01

    Ein lesenswertes Büchlein: Tulle und Oradour von Otto Weidinger
    http://www.amazon.de/Tulle-Oradour-Eine-deutsch-franz%C3%B6sische-Trag%C3%B6die/dp/B004PM1TT0/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1417272726&sr=8-1&keywords=weidinger+tulle+und+oradour

    Wer es Online lesen möchte, kann dies hier tun:
    http://www.vho.org/aaargh/deut/OWtulle1.de.html

    Hier ein Auszug:
    Die Urteile im Oradour-Prozess.

    Vom 13. Januar bis 12. März 1953 — also acht Wochen lang rollte der große Oradour-Prozess vor dem Ständigen Höheren Militärgericht Bordeaux unter höchstem propagandistischen Aufwand und vor zahlreichen Journalisten der gesamten Weltpresse ab, zu dem auch die auf freien Fuß gesetzten Elsässer erscheinen mußten.

    Es braucht nicht betont zu werden, daß es sich hier nicht um ein unabhängiges, neutrales Gericht handelte, sondern um ein ausgesprochenes „Siegergericht“ über die Besiegten. Bei der Besetzung des Militärgerichts mußten mindestens zwei Führer der Resistance als Beisitzer fungieren.

    Bei den Urteilen wurde vom Gericht aus innerpolitischen Grunden mit zweierlei Maß gemessen:

    43 Angehörige der 3. Kompanie wurden in Abwesenheit zum Tode verurteilt.

    1 deutscher Oberscharführer, der von der Luftwaffe zur Waffen-SS überstellt war und 1 elsässischer Unterscharführer, der freiwillig in die Waffen-SS eingetreten war, wurden in Anwesenheit zum Tode verurteilt.

    Die deutschen Kompanieangehörigen wurden zu Zwangsarbeit von 8-12 Jahren verurteilt.

    Die Elsässer dagegen, die in die Waffen-SS eingezogen worden waren, erhielten zwischen 4 und 8 Jahren Zwangsarbeit. Zum Unterschied zu den Deutschen wurden diese Strafen auf Bewährung ausgesetzt.

    Ein Deutscher wurde freigesprochen.

    Während die Elsässer nach dem Prozess sofort auf freien Fuß gesetzt wurden und nach Hause fahren durften, mußten die Deutschen ihre Strafen antreten. Nach mehrmaliger Herabsetzung ihrer Strafen wurden sie nach mehreren Monaten entlassen.

    Die beiden Todeskandidaten wurden nach einiger Zeit zu Lebenslänglich und später zu langen Freiheitsstrafen [52] begnadigt. Sie wurden endlich im Jahre 1959 entlassen, nachdem sie seit 1945 insgesamt sich 14 Jahre lang in Kriegsgefangenschaft, Untersuchungshaft und Haftverbüßung befanden.

  4. Klarspüler permalink
    29. November 2014 23:40

    “ ob Jugend- oder Erwachsenenstrafrecht anzuwenden ist.“

    Ob man das beweisen kann?
    Spielt das eine Rolle?

    Denn: – Es hätte sein können!

    Allein das zählt.
    Deshalb ist er mit der vollen Härte des Gesetzes zu verurteilen.
    Jeder der hätte Täter sein können, muß genau so verurteilt
    werden, wie wenn die Tat beweisbar wäre. Das ist Gerechtigkeit.
    Nur Nazis können so etwas ablehnen …

    • 30. November 2014 00:53

      Hast Du Intelligenzbolzen Dich einmal gefragt, warum man den Mann nach 70 Jahren anklagt? Warum nicht früher?
      Hast Du darauf eine Antwort?
      Oder reicht es Dir, jeden, der Dein schlichtes Weltbild nicht teilt, als Nazi zu bezeichnen?
      Mein Vorschlag: Gehe zur Antifa. Die sind auf solche Schnelldenker wie Dich spezialisiert.

  5. Klarspüler permalink
    30. November 2014 10:36

    Nein, Julius, tzz, tzz …

    Ironiedetektor vergessen?

    • 30. November 2014 12:52

      Auf solche feinen Schwingungen spricht mein Ironiedetektor nicht an. Aber vielleicht hast Du mir ja zu einem Erkenntnisgewinn verholfen: Kommentare bei SPON, die gesamte Gleichstrommpresse: Auch lauter Ironie? Ich muß es neu lesen.
      Gruß
      Julius

  6. Klarspüler permalink
    30. November 2014 16:37

    Sollte es uns (hoffentlich bald) gelingen, die Besatzungsmächte
    aus dem Land zu bitten und die Regierungmarionetten abzulösen,
    möchte ich das die Kollaborateure und Verräter eben mit demselben
    Argumenten vor Gericht gestellt und abgeurteilt werden.

    Unser Volk hat dann eine echte Chance, wenn die eigenen
    verbrecherischen Täter und Mittäter für immer entfernt werden.

    Mitleid? Nein Danke!

    http://vitzlisvierter.wordpress.com/2014/11/24/mitleid-nein/

  7. 30. November 2014 19:23

    An Stahlhart,
    höre bitte auf, mir mit Deinen Scheiß-Nazi-Symbolen den Blog zu versauen.
    Die Nazis hatten ihre Chance … und haben alles versiebt. Brauchen wir nicht mehr.
    Schreckt auch nur die Leute ab.
    ..
    Frage: Willst Du was für Dein Land erreichen (wenn auch in bescheidenem Rahmen) oder willst Du bloß die Leute wegjagen? Dann mache das auf Deinem Blog.
    Gruß
    Julius

  8. Klarspüler permalink
    30. November 2014 21:13

    ???

    Tschuldigung, bin etwa ich gemeint??

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