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Pädophilie und Homosexualität

3. März 2015

Heute Morgen, Sendung auf WDR5-Radio, Thema war das Gerichtsverfahren im Fall Edathy. Als Fachmann war Herr Leyendecker von der „Süddeutschen Zeitung“ geladen.
Herr Leyendecker teilt uns im Radio mit, daß er nicht von Leuten regiert werden möchte, die sich in der Freizeit Bilder von nackten Knaben anschauen. Wohl wir alle nicht!
Ob er von Leuten regiert werden möchte, die sich in der Freizeit im Darkroom „die Kiste versilbern lassen“, davon spricht er nicht. Überhaupt wird in der ganzen Sendung nicht einmal erwähnt, daß Edathy homosexuell ist.

Die tun fast so, als wenn es auch Heterosexuelle gäbe, die auf kleine Knaben stehen.
Leyendecker meint, daß Pädophile eine Krankheit sei. Man fragt sich dann, warum ausgerechnet diese krank sein sollen, andere Perverse aber nicht. Wo grenzt man das ab? Nur an der Empörung des einfachen Volkes?
Der Journalist betont, das Verfahren gegen Edathy sei gem. § 153a StPO eingestellt worden, die Zahlung der € 5.000,00 durch Edathy sei eine Auflage, kein Bußgeld oder Strafe. Falsch! Es steht in § 153a StPO, daß man dann von der Klage absehen könne, wenn die Auflagen (oder Weisungen) „geeignet sind, das öffentliche Interesse an der Strafverfolgung zu beseitigen, und die Schwere der Schuld nicht entgegensteht.“ D.h. eine Verfahrensbeendigung gem. § 153a StPO bedingt, daß es eine Schuld gibt, die aber eben nicht so groß ist. Natürlich hat die Zahlung einen Strafcharakter.
Leyendecker sagt, die Pädophilie sei therapierbar. Warum dann nicht die Homosexualität? Wo liegt der Unterschied?
Parallelen zum Mißbrauchsskandal in der katholischen Kirche tun sich auf: Dort waren auch die Täter immer „Priester“, nie „Homosexuelle“, obwohl die Opfer – jedenfalls soweit Herr Rabenstein das mitbekommen hat – ausschließlich Jungen waren.
Gibt es Zusammenhänge zwischen Homosexualität und Pädophilie? Das linke Wiki führt aus: „Es gibt homo-, hetero- und bisexuelle Pädophile. Anhand einer statistischen Auswertung zum Präventionsprojekt Dunkelfeld der Charité zeigte sich, dass der Anteil bisexueller Pädophiler gering ist. Die meisten sind entweder auf Mädchen oder auf Jungen orientiert, wobei der Anteil der homosexuellen Pädophilen geringfügig größer war.“
Frage: Die Mehrheit ist also Homosexuell, bei wieviel Prozent an der Gesamtbevölkerung?
Wiki: „Bei den nicht-ausschließlich Pädophilen zeigte sich eine Verteilung von jeweils etwa einem Drittel homosexuell, heterosexuell und bisexuell orientierter Patienten.“
Sind denn auch ein Drittel der Erwachsenen homosexuell oder bisexuell?

Natürlich kann man zwischen der Padophilie und Homos einen Unterschied erkennen: Wer einvernehmlich sich als Homosexueller betätigt, schadet damit keinem Dritten, einer, der sich an Kinder ‚ranmacht, schon.

Aber diese berechtigte Unterscheidung hat nichts mit der Frage zu tun, ob ich ein solches Verhalten für eine psychische Störung halte und ob es therapierbar ist. Hier wird – wohl aus reiner Zweckmäßigkeit – einfach eine Trennlinie gezogen.

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14 Kommentare leave one →
  1. Senatssekretär FREISTAAT DANZIG permalink
    3. März 2015 17:32

    Hat dies auf Aussiedlerbetreuung und Behinderten – Fragen rebloggt und kommentierte:
    Glück, Auf, meine Heimat!

  2. Arkturus permalink
    3. März 2015 17:57

    Hat dies auf Oberhessische Nachrichten rebloggt.

  3. ZustandsForscher permalink
    3. März 2015 22:37

    Leyendecker sagt, die Pädophilie sei therapierbar

    Das ist falsch, da dem Wort „Pädophilie“ ein völlig falscher etymologischer Inhalt eingepflanzt worden ist. Pädophilie hat NICHTS, aber auch schon gar NICHTS zu tun mit den sexuellen Präferenzen.

    Wo kann und wo soll therapiert werden?

    Wenn man sich den sogenannten Sachsensumpf der CDU/CSU näher betrachtet, dann war dort, soweit die öffentlich gemachten Details eine valide Beurteilung zulassen, nicht im geringsten die Pädophilie der Antrieb des Tuns, sondern purer Kindesmissbrauch, mit, durch Hierarchien gestützter, sadistischer Prägung.

    Und das, was den Sachsensumpf zugrunde liegt, ließe sich, wenn auch mit größter Anstrengung auf beiden Seiten (Therapeut, zu therapierende Person(en), nachhaltig therapieren.

    Daher war die Entscheidung, den Fall Ethady rechtskräftig einzustellen, eine, nach allen Regeln der Juristerei, Richtige und Wichtige Entscheidung.

  4. francomacorisano permalink
    8. März 2015 01:36

    Nicht alle Schwule sind pädophil.
    Aber alle Pädophilie die Buben gegehrten sind schwul.
    Pädophilie und Homosexualität sind mit einander verwandt,
    auch wenn unsere Politiker das nicht wissen wollen…………

  5. ZustandsForscher permalink
    8. März 2015 02:37

    @francomacorisano

    Pädophilie und Homosexualität sind mit einander verwandt

    Faktum:

    Ihr in Quotation gestellte Satz beinhaltet eine Behauptung Ihrerseits, nämlich, dass Pädophilie und Homosexualität, Ihrer geschätzten Meinung nach, miteinander verwandt sein sollen.

    Aufgabenstellung:

    Was halten Sie davon, uns, die wir stets nach Wahrheit ringen, Ihre aufgestellte Behauptung, durch allseits verständliche Erklärungen, plausibler werden zu lassen ?

    Mutmaßung meinerseits:

    Das Sie die beiden Begriffe „Pädophilie und Homosexualität“ etymologisch im vollen Umfang verstehen, setze ich dabei voraus.

    Dankeschön in Voraus für Ihre (hoffentlich) aussagekräftige Antwort !

    • francomacorisano permalink
      10. März 2015 13:17

      Kennen Sie einen Kinderschänder, der kleine Buben missbraucht hat, der nicht schwul ist???

      • 10. März 2015 13:55

        Lieber Franco,
        ich fürchte, da hilft kein diskutieren. Wir verwenden die Begriffe ja angeblich alle falsch, unser Oberlehrer drückt sich meines Erachtens aber selbst so verschwurbelt aus, daß ich nicht verstehe, was er will.
        Gruß
        Julius

  6. 11. März 2015 20:48

    Der Leyendecker hat keine Ahnung, wie halt die Mehrzahl Journalisten. Wie ich hier Paedophilie nur aus der Ferne wahrnehmbar? ausgefuehrt habe, bin ich der Ansicht, dass die meisten Kindesmissbrauchsfaelle darauf zurueckgehen, dass die betreffenden Taeter(innen – aber in der Mehrzahl betrifft das Maenner) einen Triebstau haben, den sie am eigentlichen (erwachsenen) Objekt aber nicht ausleben oder „befriedigen“ koennen, sei es mangels Angebot, aufgrund eigener Inattraktivitaet oder weil sie Erwachsenen gegenueber Hemmungen/Minderwertigkeitsgefuehle haben. Was bei Edathy, der ja nicht an sich unattraktiv aussieht, vorliegt, vermag ich nicht zu beurteilen, mag ich auch nicht und geht auch mich nichts an. (Edathy sieht das uebrigens aehnlich 😉 ). Aber es behindert Aufklaerung wie Ermittlungen, wenn permanent auf der Kern-Paedophilie herumgeritten wird und damit der Taeterkreis viel zu sehr eingeschraenkt wird. Dadurch werden dann meist fruehe Warnsignale ignoriert und wenn es zu spaet ist … ist es wieder mal zu spaet.

  7. ZustandsForscher permalink
    18. März 2015 10:09

    Julius Rabenstein

    Ich will Ihnen Ihr Wikipedia gezeugtes Weltbild natürlich nicht komplett Zerschlagen. Ehrenwort !

    Eines interessiert mich aber trotzdem: Wie nützlich glauben Sie, Herr Rabenstein, dass es sein soll, ein Komposita (aus 2 bzw. mehreren Wörtern zusammengesetztes Wort) zu kreieren, welches Griechisch eingeleitet werden soll, um es schlussendlich Latein ausklingen zu lassen ?

    Die Antwort darauf ist einfacher als so Manche denken sollten !

    Homosexualität hatte Ursprünglich, also zu Römers Zeiten, jene Konnotation, welche ICH im obigen Kommentar am 11. März 2015 01:05 festgeschrieben habe. Erst im Nachhinein wurde das Wort Homosexualität, zur Freude der MenschenFeinde, und um die Konfusion lange anhalten zu lassen, umfunktioniert – That’s it !

    P.S.:

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