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Wie einfach ist doch moderner Journalismus

23. Dezember 2015

Da wählen doch die „doofen Polen“ eine „rechte Regierung“, obwohl Merkel und Draghi das nicht wünschen. Schon eine Frechheit!

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Der deutsche Lohnschreiber weiß, was er zu tun hat: Draufböllern mit allem, was das „Sturmgeschütz der Demokratie“ zu bieten hat.
Spiegel-Online., 23.12.2015: „Polens Nationalkonservative entmachten .Verfassungsgericht“

Einen Vorteil bietet die Situation für den Schreiberling aber: In Ungarn hatten wir vor kurzem die gleiche politische Entwicklung wie in Polen. Jetzt hat der Redakteur es einfach, er schickt den Volontär ins Archiv und läßt die Berichte über Ungarn ranschaffen.

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Z.B. diesen hier, Stern-Online, 11.03.2013:

„Ungarn

Parlament entmachtet Verfassungsgericht“.

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Schnell Strg.+H (=suche) „Ungarn“ und (=ersetze) durch „Polen“ in die Textverarbeitung eingeben und fertig ist der fein recherchierte, ganz aktuelle Bericht über Polen.
Der Verleger spart Geld, der Schreiber kann eine Zigarette rauchen gehen und das Böse wird bekämpft.

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Wie schwachsinnig die Berichte der „Lückenpresse“ (Klonovsky) über Ungarn sind und waren, kann man der Befragung Klaus von Dohnanyis aus dem Oktober 2015 ( „Wer eine Grenze schützen will, braucht einen Zaun) im „Hamberger Abendblatt“entnehmen, der die Lage in Ungarn für die „Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik“ untersucht hat.

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