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„Fluchtursachen beseitigen“……Oh, nein, bitte nicht!

9. Februar 2016

Das ist ein Satz, der nichts kostet, sich aber gut anhört: Man müsse die Fluchtursachen beseitigen.

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Allerdings frage ich mich immer, wenn ich den Satz höre, ob diese Leute größenwahnsinnig sind. Was soll Deutschland denn ausrichten in der Welt? Mit seinen 250 Panzern, einer Pseudo-Luftwaffe usw.
Im Syrien-Konflikt den VSA, den Russen, den Türken, den Arabern, dem Iran drohen? „Macht endlich Frieden, sonst rücken wir mit unseren Panzern vor?“ (Vorausgesetzt, die fallen nicht schon vor dem Verlassen der Kaserne aus)
Und dann kuschen die?
Oder wir werden sonst militärisch aktiv, wie das Herzogtum Groß Fenwick in dem Film „Die Maus, die brüllte“?
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Oder sollen wir die Sache mit denen ausdiskutieren? „Du Barak, Du Wladimir, das find‘ ich jetzt echt nicht gut, was Ihr da macht. Das hat die Käßmann auch gesagt, letztens bei Anne Will.“
Nach ca. 15 Minuten landen unsere Diskutanten mit einem Arschtritt auf dem Flur.
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Wer richtig Außenpolitik betreiben will, der muß seine Interessen und Forderungen knallhart durchsetzen. Oder manchmal listig. Und auch verschlagen. Auch ein Bündnis mit dem Teufel nicht scheuend.
Glauben sie, daß unser verweichlichtes Volk samt Politikern dazu in der Lage wären? Wenn man schon einem Erdogan gegenüber als Bittsteller auftritt? 70 Jahre Reeducation, 50 Jahre APO-Irrsinn und 2.000 Jahre Christentum haben uns den Willen, uns realistisch zu verhalten, gründlich ausgetrieben.
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Oder meint „Fluchtursachen beseitigen“ die „liebevolle“ Behandlung von Ländern wie dem Irak, Afghanistan oder Libyen durch den Westen?
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Die deutschen Politiker sollen sich um das Wohl des deutschen Volkes kümmern. Dafür sind sie gewählt und das ist auch ihr Amtseid.
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Wer nur kleine Bauklötzchen hat, darf bei den Großen am Fischer-Baukasten eben nicht mitspielen.
Das ist die Welt (jedenfalls außerhalb unserer Quatschrunden im Fernsehen).

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5 Kommentare leave one →
  1. 10. Februar 2016 02:54

    Hat dies auf textblätter rebloggt.

  2. Augustus permalink
    10. Februar 2016 11:01

    Ich würde alle Punkte des Textes unterschreiben bis auf einen:

    Warum sollen 2.000 Jahre Christentum uns den Willen ausgetrieben haben uns realistisch zu verhalten.

    Erst einmal gibt es christlich geprägte Staaten, die sich realistisch verhalten was Außenpolitik angeht, siehe Rußland, VSA und in der EU (siehe Ungarn, Polen und so weiter).

    Auch in der Geschichte waren diese durchaus realistisch. Siehe Kreuzzüge als Abwehrkrieg.

    Nein, daß Problem sind anderen von Dir benannten Falktoren (insbesondere die Reeducation). Diese Außenpolitik, die die BRD betreibt ist Sinnbild für einen Staat, der niemals souverän war. Das ist der Punkt.

    Beste Grüße

    • 11. Februar 2016 10:54

      Wer liebt schon seine Feinde? Eine Forderung für Irre.
      Bei uns werden diese christlichen Fundamentalisten wie Wölki oder Käßmann aber als moralische Autoritäten angesehen.
      Das Christentum, jedenfalls wenn man es ernstnimmt, ist destruktiv.
      .

      Nietzsche über die Christen: Der Instinkt-Hass gegen die Realität: Folge einer extremen Leid- und Reizfähigkeit, welche überhaupt nicht mehr „berührt“ werden will, weil sie jede Berührung zu tief empfindet.

      Die Instinkt-Ausschliessung aller Abneigung, aller Feindschaft, aller Grenzen und Distanzen im Gefühl: Folge einer extremen Leid- und Reizfähigkeit, welche jedes Widerstreben, Widerstreben-Müssen bereits als unerträgliche Unlust (das heisst als schädlich, als vom Selbsterhaltungs-Instinkte widerrathen) empfindet und die Seligkeit (die Lust) allein darin kennt, nicht mehr, Niemandem mehr, weder dem Übel, noch dem Bösen, Widerstand zu leisten, — die Liebe als einzige, als letzte Lebens-Möglichkeit…

      Dies sind die zwei physiologischen Realitäten, auf denen, aus denen die Erlösungs-Lehre gewachsen ist. Ich nenne sie eine sublime Weiter-Entwicklung des Hedonismus auf durchaus morbider Grundlage. Nächstverwandt, wenn auch mit einem grossen Zuschuss von griechischer Vitalität und Nervenkraft, bleibt ihr der Epicureismus, die Erlösungs-Lehre des Heidenthums. Epicur ein typischer décadent: zuerst von mir als solcher erkannt. — Die Furcht vor Schmerz, selbst vor dem Unendlich-Kleinen im Schmerz — sie kann gar nicht anders enden als in einer Religion der Liebe…

      • Germania2013 permalink
        11. Februar 2016 16:55

        Für mich ist das Masochismus, mit möglichem Ausgang Suizid nicht ausgeschlossen.

      • 15. Februar 2016 09:00

        > Die Furcht vor Schmerz … kann gar nicht anders enden als in einer Religion der Liebe

        Du bist sicher, dass Du die Heilsaussage des Christentums, diesen Kristallisationspunkt der gerade hoch im Kurs stehenden Werte des sogenannten Abendlandes, vollständig verinnerlicht hast? Die Märtyrer aus den römischen Arenen würden zu unterirdischen Ventilatoren, könnten sie dieses Blog lesen.

        Zudem handelt es sich bei der Nächstenliebe um einen individuellen Wert, den Du ungerechtfertigt auf das Gemeinwesen projezierst. Das Gemeinwesen hat andere Werte, und muss sie haben. Deshalb haben wir ja auch keine Marketenderinnenbataillone, sonern eine (leider heruntergekommene) Bundeswehr.

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