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Könnte in einer deutschen Zeitung je Vergleichbares stehen?

24. April 2016

Der große schwarz-weiße Vater aus Washington hat die britische Insel besucht, den Vasallen den Kopf getätschelt und dabei erklärt, daß er einen britschen EU-Austritt nicht möchte.

Sollte das die „Tommys“ beeindrucken?

„Daily Mail“ Kolummnist Peter Hitchens spitzte die Feder und schrieb einige Bemerkungen über den „besonderen Freund“ (Special friend“) der Briten, die VSA.

Ein paar Sätze:

peter hitchens

PETER HITCHENS: Amerika ist nicht unser besonderer Freund. Es ruinierte unsere Marine, Empire und Zukunft.

…..

Aber sicher, daß die Amerikaner mit uns Schulter an Schulter gegen den Kaiser und Hitler kämpften? Nicht genau. Die USA kämpfte (zu Recht) für ihre eigenen Interessen in den beiden großen Kriegen, nicht für uns.


Als wir nach dem Ersten Weltkrieg kein Geld mehr hatten, ergriff Washington die Möglichkeit, uns zu zwingen, unsere Marine zu begrenzen und begann so, uns als die weltweit wichtigste Seemacht zu überholen. Wir hatten befürchtet, Deutschland würde dies tun. Es ist eine der großen Ironien der Geschichte, daß die USA es war, die britische Seemacht zu beenden.

In den schwärzesten Monaten des Zweiten Weltkrieges, kurz nach dem Fall Frankreichs, forderte der US-Kongress fast jeden Cent, den wir im Besitz hatten, von uns, bevor es den berühmten Leih- und Pacht-Vertrag genehmigte.

Geheime Konvois von Kriegsschiffen der königlichen Marine trugen unsere Reserven an Goldbarren (schätzungsweise £ 26 Mrd. nach heutigem Werte) über den Atlantik – um meist nie wieder zurückzukehren. Milliarden an handelbaren Wertpapieren gingen auf die gleiche Weise, und die britische Vermögenswerte in den USA wurden zu absurd niedrigen Preisen verkauft.

Ich beschuldige die Amerikaner nicht dafür. 1934 war Großbritannien mit der Zahlung der riesigen Ersten-Weltkrieg-Schulden an die USA in Verzug geraten. Dies sind nach heutigem Wert bis zu £ 225 Milliarden, je nachdem, wie man die Inflation zu berechnet.

Wir haben es immer noch nicht bezahlt, und werden nie, und obwohl es als unhöflich gilt, das zu diskutieren, ist es eines dieser grotesken Tatsachen, daß die meisten Menschen sich weigern, es zu glauben, wenn zuerst davon erzählt.

Während des Hitler-Krieges gab die USA uns genug Hilfe, um im Kampf zu bleiben, aber nicht genug, um unsere frühere wirtschaftliche Stärke wiederzugewinnen. Der endgültige Frieden wurde zu amerikanischen Bedingungen gemacht, und zu sowjetischen, mit uns als Zuschauer. Und nach dem Krieg kam die Marshall-Hilfe mit der Auflage der Öffnung des britischen Empire für den Außenhandel, und dann begannen sie, es zu demontieren.

Viele wollen nicht mehr in irgendwelche europäischen Kriege verstrickt werden, die USA geben sich auch viel Mühe zur Schaffung eines dauerhaft vereinten Europas. In den 1990er Jahren kamen Dokumente ans Licht, wahrscheinlich irrtümlich, die eine detaillierte CIA Beteiligung an der europäischen Bewegung zeigen.

Ich betrachte Amerikas Verhalten als durchaus sinnvoll. Es ist das, was wir zu tun pflegten, als wir als Nation oben waren, und hatte mehr Sinn, als unsern Reichtum in idealistischen Kriegen im Ausland zu verspielen.

Ich mag Amerika und die Amerikaner, ich habe da zwei faszinierende Jahre lang glücklich gelebt und wünsche ihnen alles Gute. Aber ich vergesse nie, daß die USA ein anderes Land sind, nicht ein Freund oder sogar ein Cousin. Ebenso wenig sollten Sie es.

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4 Kommentare leave one →
  1. gunstickuncle permalink
    24. April 2016 16:56

    Sag mir, mit wem du umgehst, dann sag ich dir wer du bist, ……….
    Soll von Goethe sein. Hab ich nicht gewußt, aber mein Vater hat mir den Spruch in meiner längst vergangen Jugend des öfteren um die Ohren geschlagen.

  2. feld89 permalink
    24. April 2016 20:14

    Hat dies auf volksbetrug.net rebloggt.

  3. 25. April 2016 11:05

    Unabhängig davon sind die Grausamkeiten und Morde an den Gefangen in den Rheinwiesenlagern nicht vergessen noch verziehen. In meinem Familienkreis waren ganze zwei Mitglieder, welche dass überlebten und genau berichteten was wirklich geschah. Ich habe es auch meinen Kindern erzählt und meinen Enkeln. Die Amerikaner waren und sind nie meine Freunde gewesen. Die Liste ihrer Untaten und nicht nur hier in Deutschland ,welches ja bis heute ein besetztes Land ist und von deren Lakaien in Berlin „verwaltet“ wird, zieht sich wie eine Krake durch die ganze Welt.
    So etwas kann man unmöglich als „Freund“ bezeichnen. Die Spur des Freundschaftsbringers ist mit Mord und Totschlag gepflastert ( nach dem Motto : Willst du nicht mein Bruder sein ,so schlag ich dir den Schädel ein …)

  4. Heinz permalink
    10. Mai 2016 14:02

    „Aber ich vergesse nie, daß die USA in ein anderes Land sind“
    Nach den USA ist ein „in“ zu viel.

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