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„Die Älteren haben den Jungen ihre europäische Zukunft zerstört.“

27. Juni 2016

sagt eine Frau Ursula von der Leyen über die „Brexit“-Volksabstimmung bei der Quasselrunde von Anne Will. Die Dame ist eigentlich sehr innovativ, trägt nur aus Sparsamkeitsgründen Kleidung und Frisuren der 80er Jahre auf.

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„Eine ältere Frau (61) namens Angela zerstört gerade unsere Zukunft.“ twittert dazu das „brave Bürgerlein“.

Und was ist mit den Senioren Gauck und Schäuble? Vertreter der Jugend oder Restposten einer Europabegeisterung der 60er Jahre?

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3 Kommentare leave one →
  1. 28. Juni 2016 06:55

    Unter einem anderen Artikel („Die Abgehängten“) schrieb Elsterkette (26. Juni 2016 23:34)
    „Hier wie dort gerade verkaufen die Bildungsfernen, die Verarmten, die Gealterten den Rest Zukunft, der ihren Kindern zustünde.“
    Welche (Rest)Zukunft stünde den Kindern denn zu?
    Apropos Bildungsferne: Nachdem man im deutschen Bildungssystem über Jahre und Jahrzehnte hinweg die Anforderungen kontinuierlich gesenkt und echte Bildung allmählich durch Indoktrination ersetzt hat, kann man heutige Abiturienten schon fast als bildungsfern bezeichnen

    Aber ich denke, die Antwort passt besser hierher.

    Bei den Nordsee-Insulanern können wir die Jungs und Mädels getrost selber fragen: Dreiviertel der 18-24-jährigen wollten diesen „Brexit“ nicht. Leider scheinen sie sich der Fluchtgeschwindigkeit der Alten –oder sollte ich nach dem vorliegenden Datenmaterial sagen: der Fremden-, Frauen- und Umwelt-Feindlichen?– nicht bewusst gewesen zu sein, denn sonst wären mehr von ihnen zur Abstimmung gegangen.

    Aber Elsterkette fragt ja auch nach hier. Eine mögliche Antwort wäre, seine beiden Punkte zu verbinden und z.B. einen gespannten Blick auf das noch druckfrische Bildungsprogramm der Wahlalternative im Land zu werfen. Die nämlich fordert (statt gemeinsamer Arbeit an einer Verbesserung) lieber eine Abkehr des Studienaufbaus vom internationalen Standard und damit die Rückkehr zu „Rückkehr zu den bewährten Studienabschlüssen Diplom, Magister und Staatsexamen“, also den alten Inkombatibilitäten, den durch schlechte Synchronisation entstehenden Tot- und Wartezeiten, den Nichtanerkenntnissen bei Auslandssemestern.

    Oder vielleicht wollen die jungen Leute ja gar nicht mehr weltoffen Auslangsluft schnuppern, denn die Indoktrination soll ja bereits viel früher einsetzen. Die Alternativen schreiben: „Das Klassenzimmer darf kein Ort der politischen Indoktrination sein,“ und führen in der Folge ganz klar aus: Es darf nur der Ort /unserer/ politischen Indoktrination sein. Denn wie selbstverständlich greifen sie in die Lehrpläne ein, und wollen das bisschen zurückdrehen, was bei der Kakophonie der Länderkultusministerien überhaupt herausgekommen ist. Eine Weiterentwicklung des Familienbildes, ein offener Blick auf alternative sexuelle Identitäten, Religionsunterricht ihnen missliebiger Religionsgemeinschaften: Alles verboten. Abgelehnt aus einer Ideologie, die sich auf ein diffuses „Naturrecht“ bezieht, das wohl hauptsächlich „so wie damals, als /wir/ jung waren“ bedeutet. Und wenn die Kleinen nicht zurück in die Achtziger wollen? Nun, dann sollen „den Lehrern die dazu geeigneten Maßnahmen zur Verfügung stehen“. Wollen sie das dann in die Kinder reinprügeln? Vermutlich, denn öffentliche Diskussion oder rechtsstaatliche Prinzipien sollen für diese neuen-alten „Maßnahmen“ offenbar außer Kraft gesetzt werden, damit „deren Durchsetzung nicht ständig hinterfragt wird.“ Genau: Disziplin. Sie ist „Voraussetzung für eine erfolgreiche Wissensvermittlung“.

    Denn nur Wissen ist es, was in die Kinder hineingefüllt werden soll. Wie damals, als Enzykolopädien noch einen Zentner wogen und das Wissen sich so langsam vermehrte, dass man wagen konnte, es auf tote Bäume zu drucken. Kompetenzen zu erwerben, das ist für Schülerinnen und Schüler nur von nachrangiger Bedeutung oder, im alternativen Sprech, „untergeordnet“. „Denk selbst“ soll wohl der (richtigen) Partei und den Rednern auf den Pegida-Veranstaltungen vorbehalten bleiben. Und die Sorben und Friesen sollen endlich mal richtig Deutsch lernen. Steht da. Echtjetzt. Denn sie wären wohl die einzigen, die von einer grundgesetzlichen Verankerung der deutschen Sprache wirklich betroffen wären. Ja, natürlich zeigt es das Bildungsproblem in Deutschland auf, wenn die das da so rein schreiben. Aber sollte man dann gerade auf solche Leute hören, wenn es um Bildung geht?

    Ich lehne mich zurück, atme tief durch und frage mich nochmal seine Frage vom Anfang: Welche Zukunft? Ich sehe da nur Vergangenheit. Und, um es vorsichtig auszudrücken, nicht den besseren Teil davon.

    Und was wünschen sich die jungen Leute selbst? Ist es die Vertreibung der polnischen Wirte aus UK, so wie es prompt nach dem Landleute-Votum auf der Insel per Twitter gefordert wurde? Weißt Du was: Ich glaube, die verstehen diese Reste von Grenzen überhaupt nicht mehr! Sie verstehen sie so wenig, dass sie sich nicht mal mehr dagegen wehren, wenn wieder Leute Zäune bauen wollen. Die gehen mal für ein Jahr nach Spanien, Ungarn, Irland, sonstwohin. Weil sie neue Impulse suchen. Weil sie es können. Und sie finden es lästig, unnatürlich und vor allem unnötig, irgendwofür Geld umtauschen zu müssen. Die leben mit einer solchen Selbstverständlichkeit im (grenzenlosen) Netz, dass sie es sogar verlernt haben, die Leistung darin zu sehen. Sie genießen die Freiheit, und vergessen, dass es notwendig ist, diese Freiheit zu verteidigen – gegen die de Maizieres, die NSAs und die T.elekoms dieser Welt. Und sie verlernen, die Gefahren zu sehen, wenn sich Konzerne schneller an diese Offenheit anpassen, als Regierungen (mit Ministern und Beamten aus einer anderen Generation).

    Sollten es die Kinder nicht (Achtung: Plattitüden-Alarm) mal besser haben als wir? Ich sehe das nicht. Weder in der Programmatik der Alternativen, noch in der normativen Kraft des Faktischen der deutschen Lobbyrepublik, noch –und da bin ich mir offenbar auch mit Julius einig– in der Visionskraft einer Zensursula von der Leyen.

    Ja, diese Generation wird um die Zukunft gebracht, die ihnen zusteht.

  2. Gucker permalink
    28. Juni 2016 08:25

    Fundsache zum Thema, Vitzli-Blog, Kommentator: Frankstein

    „Gerade hat die Landesmutter von der Leiden – amtierende Hindukusch-Verteidigerin- verlautet, den BREXIT haben die Alten den Jungen angetan. Ich wußte nicht , dass die Fernaufklärer auch auf der Insel im Einsatz sind. Oder hat sie die Erkenntnis von der NSA? Egal, zudem die Aussage wissentlich falsch ist. Und wieso meldet sich eine überforderte Quoten-Queen zu einem politischen Vorgang in einem fremden Land, der nicht in ihr Aufgabengebiet fällt? Um von ihrer Inkompetenz abzulenken? Jedenfalls lieferte sie begehrtes Futter für die Idioten-Journaille. Damit hat der Redakteur der Nachrichtenagentur wieder eine Rate für sein Häuschen im Sack. Und die Verteiler einen weiteren Tag Pommes mit Mayo. Warum macht die das? Weil sie dumm ist, weil 7 Gören ihr Gehirn ausgesaugt haben? Weil sie Teil eines Spieles ist, das über 7 Banden versucht, den Ball ins Loch zu bringen? Und die Journalisten das nicht ahnen- sind die Jesus?- und dennoch die Spieler antreiben? Wer Journalisten einschätzen will, lese die Wirtschafts- oder Sportnachrichten. Da sind der Luschtigkeit keine Grenzen gesetzt. Da dozieren Schwachmaten über Zinspolitik oder Viererketten, denen in der Schule keine Sau ihr Ohr lieh. Da trifft es sich gut, in der Politik auf das gleiche Intelligenz-Niveau zu stoßen, eine Hand stützt die andere. Und nebenbei kann man alte Studienfreundschaften wiederbeleben. Wir nannten das früher Rudel-Onanie. Deutschland ist lustig, seit die Urinschwenker das Meinungsmonopol haben“

    https://vitzlisvierter.wordpress.com/2016/06/28/deutschland-wird-lustig-jetzt-in-bautzen-und-chemnitz/#comment-32512

  3. Elsterkette permalink
    30. Juni 2016 14:58

    Ich glaube, das paßt auch ganz gut hier her:

    http://nicolaus-fest.de

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