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Merkelisch – Deutsch, Deutsch – Merkelisch

23. September 2016

Aus Merkels Rede vom 19.09.2016

Merkelisch: (…) Wenn eine Ursache für das schlechte Abschneiden auch der CDU ist, dass manch einem Richtung, Ziel und Grundüberzeugung unserer Flüchtlingspolitik nicht ausreichend erklärt worden sind, so möchte ich mich gerne darum bemühen.

Deutsch: Ihr geht mir auf die Nerven, ich habe zwar keinen Plan, obwohl ich das immer erzählt habe, wurschtele mich so durch, aber Ihr habt zu glauben, daß ich planvoll vorgehe,

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Merkelisch: Der Satz: „Wir schaffen das“ ist Teil meiner politischen Arbeit, er ist Ausdruck von Haltung und Ziel….. Ich habe ihn anspornend, dezidiert anerkennend gemeint, denn ich bin zutiefst von der Hilfsbereitschaft und Schaffenskraft der deutschen, aller hier lebenden, Menschen überzeugt.

Deutsch: Ich und meine Beraterinnen fanden es super schlau, Obamas Slogan „Yes we can“ mal zu kopieren.

Motto statt Konzepte. Hat leider nicht geklappt.

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Merkelisch: Auch ich habe mich lange Zeit gerne auf das Dublin-Verfahren verlassen, das uns Deutschen, einfach gesprochen, das Problem abgenommen hat. Und das war nicht gut.

Deutsch: Ich stehe über dem Recht, weil ich ja hoch moralisch bin. Deshalb breche ich die Dublin-Regeln, wenn es mir in den Kram passt.

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Merkelisch: Und wenn ich könnte, würde ich die Zeit um viele, viele Jahre zurückspulen…

Deutsch: Hauptsache, Ihr könnt die Zeit nicht zurückspulen, denn wer hätte mich 2013 gewählt, wenn er gewußt hätte, welche Katastrophe ich hier anrichte?

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Merkelisch: Gibt das alles nun Anlass, meinen Kurs in der Flüchtlingspolitik ganz oder teilweise zu korrigieren, wie es laut einer Umfrage vor einer Woche 82 Prozent der Befragten sich wünschen? Wenn ich der schieren Zahl präzise entnehmen könnte, welche Kurskorrektur sich diese Menschen genau wünschen, so wäre ich gerne bereit, darüber nachzudenken und auch darüber zu sprechen. Darüber gibt diese Umfrage aber nun keine Auskunft.

Deutsch: Ich lasse so viele Meinungsumfragen machen, wie keiner meiner Vorgänger. Ich lasse 150 Umfragen im Jahr nur durch das Kanzleramt machen.

Aber ich stelle mich jetzt mal doof.

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Merkelisch: Wenn gemeint sein sollte, dass die Menschen schlichtweg keine Fremden, speziell keine Menschen islamischen Glaubens, bei uns aufnehmen wollten, dann stehen dem unser Grundgesetz, völkerrechtliche Bindungen unseres Landes, aber vor allem auch das ethische Fundament der Christlich-Demokratischen Union Deutschlands und meine persönlichen Überzeugungen entgegen.

Deutsch: Meine arabischen Freunde besitzten große Teile der DAX-Konzerne, haben unglaublich viele Gelder in die Beeinflußung westlicher Politik, auch der US-Politik,  gesteckt. Sie sind so mächtig, daß ich mich mit denen nicht anlege.

Und die kurzfristige Förderung deutscher Wirtschaftsinteressen ist für meine Wiederwahl wichtiger, als die langfristige Zukunft Deutschlands.

Außerdem: Ich selbst habe keine Kinder, was aus Deutschland in ferner Zukunft wird, kann mir egal sein.

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Merkelisch:  Wenn die 82 Prozent mir aber eigentlich sagen wollen… es soll sich die Situation nicht wiederholen, wie wir sie im vergangenen Jahr infolge einer humanitären Notlage hatten, mit einem in Teilen zunächst unkontrollierten und unregistrierten Zuzug: Dann kämpfe ich genau dafür, dass sich das nicht wiederholt. Dem dienen alle Maßnahmen der letzten Monate.

Deutsch:  Ich lehne das Wort „Obergrenze“ ganz moralisch ab, verspreche Euch aber, daß ich de facto eine einführe.

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Merkelisch: Die Wiederholung dieser Situation will niemand – auch ich nicht. … aber, auch jetzt kommen schon immer weniger Menschen zu uns. Das ist natürlich auch eine Folge des Schließens der Balkanroute, dabei hilft aber vor allem und das weiß ich, dass das umstritten ist, aber dabei hilft vor allem das EU-Türkei-Abkommen.

Deutsch: Das ist kein Abkommen mit der Türkei, nur eine jederzeit brechbare Absprache, aber das verrate ich nicht.

Ich mache lieber auf Obermoralistin, die Drecksarbeit soll der Erdogan machen, damit ich 2 Sachen gleichzeitg erreichen kann: Als hochmoralisch dazustehen und gleichzeitig die Leute von den Türken stoppen zu lassen.

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Merkelisch: …es ist uns mit diesem Abkommen beispielsweise bereits gelungen, das Schlepperwesen in der Ägäis wirksam zu bekämpfen.

Deutsch: Den Schlepper machen wir jetzt selber.

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Merkelisch: All das was ich Ihnen hier sage, wird niemanden überzeugen, der immer nur, und das auch noch ausdauernd, „Merkel weg“ schreit. Das ist mir klar. Es heißt ja neuerdings, wir lebten in postfaktischen Zeiten. Das soll wohl heißen, die Menschen interessieren sich nicht mehr für Fakten, sie folgen allein den Gefühlen.

Deutsch: Da ich keine Argumente habe, beschimpfe ich meine Kritiker lieber als gefühlsgeleitet.

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Merkelisch: Und das Gefühl einiger geht so: Ich triebe unser Land in die Überfremdung, …

Deutsch: Wenn innerhalb eines Jahres zu 7 Millionen deutscher Männer 1 Millionen Neusiedler kommen, deren Reproduktionsrate höher sein wird, ist die Kritik berechtigt, deshalb lasse ich Fakten beiseite und unterstelle der anderen Seite nur Gefühle.

 

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