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Im Lande der Hypermoral

16. November 2016

Dieses Moralgetue ist unerträglich.

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Man stehe für Werte!

Deswegen meinen die, die klassische Außenpolitik vergessen zu können, man verabschiedet völlig unnötigerweise eine Armenienresolution im Bundestag, motzt die VSA wegen der Wahl Trumps an und will eine gemeinsame Zusammenarbeit nur auf Basis von Werten.

Zwar ist Erdogan vom türkischen Volke gewählt, Putin vom russischen, Trump vom VS-amerikanischen, aber Berlin weiß alles besser, verteilt Noten ohne Rücksicht auf den außenpolitischen Schaden.

Sind die eigentlich irre?

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In welchem Lande, außer in Deutschland, kann man wie ein Wahnsinniger reden, ohne anschließend verlacht zu werden?

„…CO2-Ausstieg bis 2050 …“ „…nur noch Elektroautos ab 2030…“  „…Wir schalten die Atomkraftwerke ab, dann die Kohlekraftwerke, dann die Gaskraftwerke, wir versorgen das ganze Land nur noch mit regenerativen Energien…“

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Die Bundespräsidenten,..

… eine Ansammlung von Supermoralisten: Gustav Heinemann, EKD, „Bruder Johannes“ Rau, Kirchenrichard von Weizäcker, demnächst der evangelisch-reformierte Frank-Walter Steinmeier usw.

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Kirchenvertreter…

… mit moralischen Vereinfachungen, die bestenfalls noch im Kommunionsunterricht für 8-jährige durchgehen, wie Käßmann, Bischof („Charlie“) Marx oder Bedford-Strohm sind bei uns moralische Instanzen!

Leute, werdet erst einmal erwachsen, dann reden wir weiter.

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Vorbild sein

Der Deutsche muß immer die Welt belehren: „Am deutschen Wesen muß die Welt modell-deutschlandgenesen“ sagte man in der Kaiserzeit.

In den 70er Jahren war man für die Welt das „Modell Deutschland“. Das Modell der Supermoralisten mit der Holocaustvergangenheit.

Jetzt müssen wir …“Vorreiter sein beim Klimaschutz“…oder …“Vorbild bei der Behandlung von Flüchtlingen“… sein.

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Hypermoral…

…entbindet uns von allem: Von Gesetzen, der Verfassung oder unternationalen Verträgen. Für die gute Sache räumen wir alles beiseite.

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Immer nur die Anderen

Von unseren Wünschen und Bedürfnissen als Volk redet keiner, interessieren tun nur die Anderen, die Flüchtlinge, die nicht integrierten Ausländer, die 3. Welt, sexuelle Minderheiten.

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Es kotzt mich an, dieser Kokon von Obermoral um mich herum. Es nimmt die Luft zum Atmen und zum Sprechen.

Egal, was die Wahl Trumps an praktischer Politik bringt: Wenigstens einer hat diesen Supermoralisten einmal den Stinkefinger gezeigt ….. und auch noch gewonnen.

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Geht ins Kloster, wenn Euch die Welt zu schlecht ist oder werdet Eremiten. Oder bohrt Brunnen als Entwicklungshelfer.

Aber geht normalen Menschen nicht dauernd auf die Nerven.

Was diese Gutmenschen von den Zeugen Jehovas unterscheidet? Eigentlich nur die Menge, nicht die Penetranz.

 

3 Kommentare leave one →
  1. Gucker permalink
    16. November 2016 14:26

    He, he, wer ist WIR?

    Wer so lange, so niederträchtig und gemein, so rücksichtslos am Volk vorbei regiert,
    seine berechtigen Wünsche und Forderungen ignoriert, darf seine Herrschaft nicht mit
    der Legitimation dieses „Volkes“ begründen, sondern ist ein Diktator oder Tyrann.
    Gleichgültig, ob durch tatsächliche, scheinbare oder getürkte Wahl ins Amt gekommen.

    Wie viele echt gewählte Führungen sind schon durch sowjetische oder amerikanische
    CIA, NGO‘ s oder beides wegeputscht worden? Hinterher hat ’s kein Schwein mehr gejuckt.
    Was unsere Freunde so machen kann ja nicht so falsch sein, oder?

    Was zählt ist das Ergebnis. Siehe:

    Marcus Iunius Brutus Caepio (* 85 v. Chr.; † 23. Oktober 42 v. Chr.)

    • 17. November 2016 22:51

      In einer ungebeten erhaltenen Bankenzeitschrift Ende der Neunziger las ich einmal: Brutus und seinen Genossen wäre es mitnichten um die res publica usw. gegangen, sondern: Die lebten nicht übel von Kreditwucher – 20% war kulant, unter Kumpels sozusagen, 30% waren üblich, ab 40% fing man langsam an, von Wucher zu reden. Erst bei über 60% war die Mißbilligung allgemein – und Gaius Iulius der Herausgeschnittene hätte einen allgemeinen Schuldenerlaß ernsthaft ins Auge gefaßt. – (Zugegeben s e h r grobe Parallelen zu Herrhausen finde ich nicht ganz unangebracht.)
      Beiläufig: Für Fronkreisch im Hochmittelalter soll der Zinssatz bis zu 260% betragen haben, wobei die „Gläubiger“ keine Arier waren, und wenn es denn stimmen sollte, so würde es einiges an Unmut erklären.

  2. 17. November 2016 08:59

    Sehr aufschlussreich,was wohl der innenminister darueber denkt.
    Wen er noch selber denkt.

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