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Der aktuelle Sprach-Knigge

14. Dezember 2016

Nach dem Schock der Trump-Wahl hat auch die Linke eingesehen, daß es nicht reicht, den Menschen die Politik des Globalismus „einfach nur besser zu erklären“. Es genüge auch nicht mehr, nur die „Sorgen der Menschen ernst zu nehmen“, man müsse jetzt sogar (Hört, Hört!) die „Menschen ernst nehmen“, was immer das auch heißen mag. Denn das sollte ja eine Selbstverständlichkeit sein.

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Mit dem Begriffe „Populistisch“ können jetzt immer weniger Meinungsgeber etwas anfangen, wie sie schlau kundtun, er scheint sich abgenutzt zu haben.

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Man solle mit den Menschen sprechen, auch mit Rechten, aber dies ist für Linke schwer, denn die Anderen reden ja nur „postfaktisch“. Überhaupt ist die Karriere des Wortes „postfaktisch“ erstaunlich.

Und doch wieder nur die neueste Variante der Diskursverweigerung, denn wie soll man mit Menschen diskutieren, die keine Fakten kennen? Erstaunlicherweise hören wir das ausgerechnet aus der Ecke der Gesellschaft, die Genderwahn für eine Wissenschaft hält!

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Sollten Sie sich auf einer Gesellschaft zeitgeistig ins Gespräch einbringen wollen, sollten Sie auch unbedingt früher oder später das Wort „Echoraum“ (oder noch weltläufiger „Echo-Chamber-Effekt“) in die Debatte einflechten. „Der Echo-Chamber-Effekt verstärkt Nachrichten innerhalb jener Gruppen, die ohnehin einer bestimmten Ideologie oder politischen Richtung anhängen.“ Die bösen Rechten lesen nämlich nur die Meinungen der Gleichgesinnten, wie furchtbar.

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Linke sind da anders, die meisten haben den „Bayernkurier“, die
„Deutsche Stimme“ und die „Junge Freiheit“ im Abo, denn man ist, trotz der totalen Kontrolle über den Luftraum der Meinungen, am nichtssagenden, postfaktischen Geblubbere der Rechten interessiert.

Aber wer liest dann die „taz“ und den „Prantlhausener Beobachter“?

 

One Comment leave one →
  1. 15. Dezember 2016 05:35

    „..Es genüge auch nicht mehr, nur die „Sorgen der Menschen ernst zu nehmen“, man müsse jetzt sogar (Hört, Hört!) die „Menschen ernst nehmen“, ..“
    Ich brauche niemanden und zuallerletzte einen Politiker oder Parteimenschen, der mich ernst nimmt. Das würde ja bedeuten, dass ich jemanden brauchen würde, der sich um mich kümmert und sorgt, das brauche und wünsche ich beileibe nicht.

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