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Also wenn diese Meldung stimmt, …

13. Februar 2017

afd-hocke

Quelle: FAZ

… dann war es das für mich mit der AfD.

Die Dresdner Rede von Höcke war schlecht, der Mann hält sich zu Unrecht für einen guten Redner, die Wortwahl reizlos, die Rede auch thematisch unpassend. Politisch einfach dumm.

Aber er hat – meiner Meinung nach – sachlich auch nichts Falsches gesagt. Und er ist der gewählte Vorsitzende des Landesverbandes Thüringen. Wenn die mit ihm unzufrieden sind, sollen sie einen anderen wählen.

.

Wenn die AfD beabsichtigt, die gleiche antidemokratische Haltung wie die Altparteien anzunehmen, macht sie 2 Fehler gleichzeitig:

Sie wird zur zweiten überflüssigen FDP und daran sterben. Denn Erfolg hat man nur, wenn man den Gegenwind aushält, siehe UKIP und andere, die das Stahlgewitter des Establishments auch überlebt haben und dadurch immer stärker wurden.

Und ich bezweifele auch die Erfolgssaussichten des Verfahrens: Die SPD hat ebenfalls erfolglos versucht, Sarrazin auszuschließen. Aber innerhalb der Parteien herrscht nun einmal Meinungsfreiheit. Die gilt auch für Höcke. Aber dem politischen Gegner liefert man damit eine Steilvorlage. Das ist politisch noch dümmer, als die Höckerede.

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9 Kommentare leave one →
  1. 13. Februar 2017 13:57

    .

  2. 13. Februar 2017 14:07

    das kann auch ein taktisches Theater sein. Wenn das Schiedsgericht gg. Ausschluss stimmt, kann FP sagen. Alles OK, ein gutachten hat gezeigt, es gibt keine Beanstandungen. Ruhe jetzt!

  3. 13. Februar 2017 18:32

    Die AfD ist nichts anderes als die etablierten Parteien. Mögen auch einige Stimmen in ihr sein, die anders sind oder sein wollen aber im Grundsätzlichen besteht kein Unterschied.
    Die AfD nutzt nur die derzeitige Stimmungslage und damit das Wählerpotential das von den anderen Parteien nicht (mehr) erreicht.
    So gesehen könnte man auch sagen, sie erfüllt durchaus einen Zweck.

    • 13. Februar 2017 23:09

      Einverstanden, aber das ist die sogenannte CSU genau so. Und erfüllt natürlich ihren Zweck.

      • 14. Februar 2017 06:50

        Ich habe über die CSU nicht geschrieben.
        Alle Parteien erfüllen ihren Zweck, den Zweck der Systemerhaltung. Da beisst die Maus keinen Faden ab.
        Parteien dienen diesem Zweck und Selbstzweck zugleich.
        Wir brauchen keine Parteien. Parteien sind weder notwendig, noch ein notwendiges Übel, sie lösen keine Probleme, sie schaffen Probleme.
        Parteien dürften nicht mehr Mitspracherecht haben, wie z. B. ein Kaninchenzucht- oder Gartenbauverein. Im Prinzip sind sie auch nichts anderes.
        Selbstverwaltung und Selbstverantwortung der kleinen und kleinsten Einheiten. Dezentralisierung ist angesagt.
        Nur mal um Grundsätzliches geschrieben zu haben.

        Nur noch kurz zur CSU. Die CSU als Partei ist ebenso mit dem System verbandelt wie alle anderen auch. Darüber lohnt es sich nicht zu sprechen.
        Was aber die CSU im Vergleich zu anderen Parteien hat, ist eine (noch) starke Verwurzelung bei uns Bayern und dadurch eine breite Basis und Verbindung mit Otto Normalverbraucher, wie sie keine andere Partei hat. Dies ist eine Gefahr, aber auch eine Chance.

  4. Frolleinwunder permalink
    13. Februar 2017 23:49

    „Die AfD“ gibts nicht. Es sind sehr viele Leute dabei, die sich ernsthaft Sorgen um ihre Heimat machen. Die müssen aber meist arbeiten gehen und können nicht auf jeder Parteiveranstaltung abhängen. Damit ist das Feld bereitet für die Spinner und Wahnsinnigen, die eine Partei als eine Selbsthilfegruppe gebrauchen und für die Füchse und Selbstdarsteller, die auf diesem Ticket ans große Geld kommen wollen, weil sie es nötig haben. Wie viele UBoote dabei sind, weiß kein Mensch.
    Das alles aber ist lange noch kein Grund, den Verein in Bausch und Bogen zu verdammen. Auf Strecke werden sich die herausschälen, die genug Überzeugung, Mut und Standhaftigkeit beweisen, um das große Ziel zu erreichen. Alle anderen werden nach und nach verschwinden.
    Dieses Ausschlussverfahren aber geht einzig auf die persönlichen Animositäten einer einzigen Dame, vielleicht oder gewiss auch auf die Einflüsterungen eines gewissen Herrn in ihrem Umfeld zurück. Diese betrachten den Verein als ihr persönliches Spielzeug zur Selbstverwirklichung. Selbstverwirklichung ist hier unbedingt im Zusammenhang mit persönlich zu sehen. Für Aufmerksamkeit und scheinbare Medienliebe werden sie alles tun. Und da stört ein Überzeugungstäter nur.
    Es wird auf die Basis ankommen, ob sie sich diese Allüren noch länger gefallen lässt.

  5. francomacorisano permalink
    14. Februar 2017 04:21

    Die AfD kann innerparteilichen Streit gar nicht gebrauchen, zumal 2017 drei Landtagswahlen und die Bundestagswahl anstehen. Die Deutschen wählen nicht gerne eine zerstrittene Partei.

    Die Hürden für einen Parteiausschluss sind in Deutschland auch sehr hoch. Die SPD wollte Sebastian Edatty nach dem Kinderpornoskandal loswerden und konnte in nur für fünf Jahre für Parteiämter sperren.

    Vielleicht ist es klüger, einstimmig harte Ordnungsmaßnahmen statt einen Ausschluss gegen Höcke zu verhängen. Schon Fürsten und Könige haben sich Widersacher gerne an den Hof geholt, um sie unter Kontrolle zu behalten.

    Mit zweideutigen Aussagen zum 3. Reich, dem National-Sozialismus, Rassentheorien, den Juden und dem 2. Weltkrieg bietet man unseren Gegnern unnötige Steilvorlagen. Die allermeisten Menschen interessieren diese Themen gar nicht! Vielmehr sorgen sich die Leute wegen dem unkontrollierten Zuzug von Kriminellen, Radikalen, Sozialbetrügern und mit unserer Kultur nicht kompatiblen Unterschichten aus rückständigen Staaten. Sie haben Angst um ihre Ersparnisse, ihre Renten, ihren Wohlstand und um die Zukunft ihrer Kinder und spüren, dass sie weder von der Regierung, noch von der (nicht mehr sichtbaren) Opposition ernst genommen werden. DAS sind die Themen, für die die AfD Antworten liefern muss. Als Marketingmann sage ich: Der Wurm muss dem Fisch und nicht dem Angler schmecken!

    • 14. Februar 2017 22:24

      (Testsendung, wordpress ist ein Schwein) —
      Dazu wäre viel zu sagen, aber nur eines: Es sind keine Gegner – adversarii – es sind absolut bösartige Erzfeinde – inimicissimi.
      Mir sieht es so aus, als ob Höcke tatsächlich an den Weihnachtsmann (Hohoho!) glaubt – da ist er leider nicht der Einzige – und, davon ausgehend, wäre sein vermeintlicher Vorstoß gar nicht so dumm gewesen.
      Wie ich diesen Double-bind-Scheiß doch hasse.

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