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Danke, Präsident Trump!

17. Februar 2017

Nein, nicht für Ihre bisherige Politik, dafür ist es zu früh. Ich bin immer noch Anhänger der alten Regel, daß man jedem Neuling im Amt erst einmal 100 Tage Zeit geben soll, sich dort einzufinden. Dann sehen wir weiter.

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Ich danke für den Spaß, den Sie mir bereitet haben, wenn ich die Quasselrunden in der Glotze anschauen durfte.

Trump, Trump, Trump, dutzende Male als Thema. Und jedesmal die gequälten Gesichter der Teilnehmer, das Entsetzen, das spürbare körperliche Unbehagen. Man fühlte die schlaflosen Nächte dieser Menschen, wenn sie – sich hin und her wälzend – an den nächsten Morgen dachten, wo sie in zwanghafter  Art als Erstes ihr Smartphone in die Hand nahmen, um zu lesen, was der Mann in der Nacht wieder getwittert hat. Damit war das gemütliche Frühstück mit Soja und Biobrötchen schon verdorben. Wie Schade!

In mir entsteht – ich kann es nicht leugnen – beim Anblick dieser Leute ein freudiges, jauchzendes Gefühl.

Rache ist Blutwurst!

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Ja, sie glaubten, das Ende der Geschichte sei gekommen.

Fast ganz Europa wurde von Sozialisten regiert. Man saß in den Redaktionen, an den Unis, in den Schulen. Man fühlte sich unangreifbar.

Und in den VSA – so hieß es – könnten den Republikaner nie mehr eine Wahl gewinnen. Denn der Bevölkerungsanteil der Schwarzen und der Lateinamerikaner steige unaufhaltsam an und diese Menschen wählten ja eh‘ nur Demokraten. Die linke Mehrheit sei für alle Zukunft gesichert.

Und heute: Die Republikaner stellen nicht nur den Präsidenten, sondern auch noch die Mehrheit im Repräsentantenhaus und im Senat. Gleichzeitig! Was für ein Schlag.

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Und dann die dämlichen Einschätzungen der Quarkschaurunden: Er ist doof, narzistisch, unberechenbar usw.

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Ist keinem von denen jemals der Gedanke gekommen, daß Trump nur der Repräsentant einer größeren und sicher mächtigen Gruppe ist? Erkennen können wir schon die heimische Rohstoffindustrie.

Das in den Denkfabriken der VSA schon seit Jahren darüber diskutiert wird, ob man die Rolle als einzige Weltmacht überhaupt noch dauerhaft spielen kann?

Das alles, was man Trump vorwirft, Stichwort „Protektionismus“, von den Chinesen seit Jahrzehnten praktiziert wird, und zwar mit großem Erfolg?

Das der Satz „Freihandel nutzt allen“ einfach nur strunzdumm ist, weil es immer Gewinner und Verlierer gleichzeitig gibt, bei fast jeder politischen und ökonomischen Entwicklung?

Das diese angeblichen Linken, die plötzlich Propheten des Freihandels geworden sind, nur Werkzeuge des internationalen Großkapitals sind? Die die Welt in einen einzigen Manchester-Kapitalismus verwandeln wollen?

Das wir nicht die innenpolitische Entwicklung in anderen Ländern diskutieren sollten, sondern uns vielmehr fragen müssten, wie wir darauf reagieren. Welche Konsequenzen wir ziehen?

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Liebe Talkschaudiskutanten, geht zum Arzt, laßt Euch Mittel gegen Magengeschwüre verschreiben, finden Euch damit ab, das die Geschichte nie ein Ende haben wird und fangt endlich an, in die Zukunft zu schauen.

Auch wenn mein Vergnügen beim Anschauen Eurer gequälten Gesichter darunter leiden wird…

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8 Kommentare leave one →
  1. 17. Februar 2017 21:54

    Danke Julius das ist ausgezeichnet
    fast perfekt. Die zeit wird zeigen Das du recht hast und noch mehr offenbaren
    Nochmal danke

  2. feld89 permalink
    17. Februar 2017 23:00

    Hat dies auf volksbetrug.net rebloggt.

  3. Kelte permalink
    17. Februar 2017 23:23

    Über diese Quasselrunden rege ich mich gar nicht auf. Warum auch, ich schau mir den Mist nicht an, hab nicht mal nen TV.

    Ich freue mich aber jetzt schon darauf, wenn Trump auf Staatsbesuch nach Deutschland kommt. Nach den Sprüchen unseres neuen GrüAug…ähh…BuPrä und des neuen Außenministers, bin ich gespannt wie sich die beiden verhalten.
    Oder sind sie dann doch zu feige und schicken jemand anders vor?

    Noch besser, wenn einer dieser Hanseln in den USA antreten muß. Wär ich Trump, würde ich ’nen Praktikant hinschicken (obwohl ich nicht glaube, daß Trump ebenfalls so respektlos ist/wäre).

  4. Gucker permalink
    18. Februar 2017 00:58

    Julius, einfach nur Spitze!

  5. francomacorisano permalink
    18. Februar 2017 04:08

    Donald Trump ist der erste Regierungschef, der direkt nach seiner Amtsübernahme, auch tatsächlich das tut, was er im Wahlkampf versprochen hatte. Das gab es noch nie!

    Und genau deshalb hat die gesamte Linke so sehr Angst vor ihm. Trump ist reich genug, dass er nichts zu verlieren hat. Viele Linke fürchten sich vor der Trump-Infektion. Wir werden sie alle zum Teufel jagen!

  6. 18. Februar 2017 05:38

    °Quasselrunden

    • 18. Februar 2017 05:41

      °Quasselrunden“ und alles was dazu gehört, inkl. Nachrichten, meide ich wo und wann ich nur kann.
      Trotzdem es gefällt mir auch, wie die Journaille, wie auch die gesamte politische Landschaft, wie ein aufgescheuchter Hühnerhaufen durch ihre ehemals so heile Welt läuft.
      Trump der Hehnasprenger. Mia gfoids.

  7. Dietrich permalink
    19. Februar 2017 01:28

    Gedanke zu Trumps Stil in Kürze: der Trumptower ist ein architektonisches Meisterwerk und…. er steht dort, wo kaum Platz für ihn war.

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