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„Weltoffen und tolerant“…

6. März 2017

… so sieht sich unserer herrschende Kaste in Politik und Medien und schwätzt Tag und Nacht davon. Mir kommt es schon zu den Ohren ‚raus.

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Natürlich, bei echten oder angeblichen „Nazis“ hört die Toleranz dieser Leute sofort auf („Keine Toleranz den Intoleranten“), zuerst bei der NPD, inzwischen auch bei Pegida samt Ablegern und der AfD.

Man hat selbstverständlich nur gegen „echte Nazis“ etwas, ansonsten schwafelt man von der „Gemeinsamkeit der Demokraten“.

D.h. man muß zunächst jeden, der einem nicht paßt, zum Nazi stempeln um ihn anschließlich totzubeißen.

Aber leider haben das Grund- und das Parteiengesetz gleiche Rechte für alle nicht verbotenen Parteien vorgesehen. Das müßten die „Weltoffenen und Toleranten“ noch lernen.

Denn nur Toleranz gegenüber Gleichgesinnten zu üben, ist überhaupt keine, denn das Wort bedeutet ja „erdulden“.

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Auch mit der Weltoffenheit hapert es noch ein bischen.

Die Wahl in den VSA wird von den „Weltoffenen“ nicht anerkannt. Daß die Türken den Erdogan mögen, ebenfalls nicht.

Ständig faseln die Weltoffenen von Werten. Man hat immer das Gefühl, daß gerade die, die diese Werte am wenigsten beachten, die Wörter am häufigsten in den Mund nehmen.

Vor wenigen Tagen war die Autokratin in Ägypten und von was redet die? Von Rechtsstaatlichkeit (ha,ha,ha) und Zivilgesellschaft!

Pegida z.B. ist eine klassische Bewegung einer Zivilgesellschaft, diese kann sie nach ihren Bemerkungen in der Vergangenheit kaum gemeint haben.

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Alle weltweit, so die Auffassung der „Weltoffenen“, haben so wie die Deutschen, die schon länger hier sind, zu sein.

Diese unerträgliche Besserwisserei hat in Deutschland eine lange und schlechte Tradition. Und wurde von den Grünen wieder hoffähig gemacht. Bei denen herrscht die Mentalität des Vorstandes eines Kleingärtnervereins, der durch die Anlage läuft und die Mitglieder anraunzt, wenn die Hecke 2 Zentimeter höher ist, als in der Vereinssatzung vorgeschrieben.

Dieses grüne Krämerdenken hat sich seuchenartig auf alle Akteure ausgebreitet.

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Diese „Weltoffenen“ und „Toleranten“ sind natürlich keine Nazis, auch keine Stalinisten, nur unerträgliche Kleingeister, Nörgler und Nervensägen, die keiner zum Nachbarn haben möchte.

Selbst Hausmeister Krause wäre mir als Nachbar noch angenehmer.

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4 Kommentare leave one →
  1. 6. März 2017 17:49

    > Selbst Hausmeister Krause wäre mir als Nachbar noch angenehmer.
    Wer genug „richtige“ linke kennt, der kann davon ein Liedchen singen. „Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden“ sagte schon Rosa Luxemburg und meinte damit natürlich die andersdenkenden Kommunisten. Und so ist das heute noch. Das nimmt mitunter durchaus (im ursprünglichen Sinne des Wortes) faschistische Züge an. Die Verunglimpfungen der anderen Seite lassen dasselbe Denkmuster zu erkennen. Und so liefern die Ränder der Gesellschaft sich einen regelrechten Wettlauf im Uminterpretieren und bewusste Missverstehen von Begriffen – und sorgen so dafür, dass noch die letzten Spuren sachlicher Diskussion unmöglich gemacht werden. Das Ärgerliche daran ist, dass gerade das den Vertretern der verkommeneren Aspekte „des Systems“ den Raum lässt, sich ein um das andere Mal durchzuwurschteln. Leute, benutzt die Sprache ordentlich und überlegt euch endlich ernsthaft, was verbessert werden kann. Dann klappt’s auch mit den Andersdenkenden.

  2. 6. März 2017 21:05

    Prima Julius!
    Das trifft so genau das krekbsgeschwuer in der gottverlassenen republik

  3. francomacorisano permalink
    7. März 2017 04:30

    Wer Meinungen, die ihm nicht gefallen, „Nazi“ nennt, ist der eigentliche Relativist und verhöhnt, gewollt oder ungewollt, die Opfer von damals……!

  4. saejerlaenner permalink
    7. März 2017 10:14

    Wer Meinungen, die ihm nicht gefallen, „Nazi“ nennt, der tut es, weil er es eben kann. „Nazi“ ist in diesem Land das vernichtendste Urteil, das man über jemanden abgeben kann, und so wie die Dinge liegen, kann z.B. die AfD ihr mißliebige Personen nun mal nicht als „Nazi“ bezeichnen. Könnte sie zwar, aber in ihren Händen wäre es eine stumpfe Waffe.

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