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Justizminister Maas kämpft gegen „Schandrecht“

29. März 2017

Maas will alle Strafurteile nach § 175 StGB zwischen 1945 und 1994, dem Jahr der Abschaffung des Paragraphen, aufheben lassen. Maas: „Der § 175 StGB war von Anfang an verfassungswidrig. Die alten Urteile sind Unrecht.“

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Aber wenn wir genauer schauen, so ganz stimmt das nicht, was Maas da sagt:

Erstens werden die Urteile nach § 175 StGB nur auf Antrag annuliert. Warum das, wenn der Schwulenparagraph verfassungswidrig sein soll?

Und außerdem: Wer es mit einem unter 14-jährigen trieb, bleibt strafbar, so sieht es jedenfalls der Referentenentwurf vor (Achtung, Link öffnet PDF-Datei)..

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Maas, der von „Schandtaten des Rechtsstaats“ spricht, übertreibt – wie immer -maaslos.

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Ab 1969 war nicht mehr der Sex zwischen Männern allgemein nach § 175 StGB strafbar, sondern nur noch der Fall, daß sich ein erwachsener Mann an einem Minderjährigen vergriff (wobei damals und bis 1975 man erst mit 21 Jahren volljährig wurde).

Schon die „Große Koalition“ entschärfte den § 175: „Durch das 1. StrRG vom 25. Juni 1969 wurde kurz vor Ende der Großen Koalition von Bundeskanzler Kiesinger der § 175 reformiert, indem das Totalverbot aufgehoben wurde und nur noch die qualifizierten Fälle (Sex mit einem Unter-21-Jährigen, homosexuelle Prostitution und Ausnutzung eines Dienst-, Arbeits- oder Unterordnungsverhältnisses)“ so Wiki.

Und SPD-Übervater Willy Brandt brachte in den 1970er Jahren mit der „großen Strafrechtsreform“ weitere Veränderungen des § 175 StGB.

(Zwischenfrage: Kann der Maas ohne roten Kopf eigentlich noch das „Willy-Brandt-Haus“ betreten? Er tut ja so, als wäre Brandt der Nazi-Gauleiter von Deutschland gewesen.)

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Auch wenn man heute allgemein die Ansicht vertritt, Sex zwischen Männern habe straflos zu sein, so muß man doch andererseits anerkennen, daß die damaligen Gesetze erst einmal der Ausdruck der Geisteshaltung der jeweiligen Zeit war.

Beispiel Ehebruch: Auch dieser war bis 1969 strafbar. Schert Herrn Maas und die Schwulenlobby aber nicht, da wird nichts aufgehoben.

Gleiches bei der Sodomie (§ 175b a.F., bezogen auf Tiere), strafbar bis 1969 (aber ab 2013 wieder eine Ordnungswidrigkeit).

Entjungferung eines unter 16-jährigen Mädchen, § 182 StGB („Verführung“), strafbar bis 1994.

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Fazit: Sieg der Schwulenlobby, Verdrehung der Tatsachen, rückwirkende Besserstellung der Homos gegenüber den Heteros und den „Tierfreunden“.

Wer ein 15-jähriges Mädchen entjungfert hat, bleibt strafbar, wer dies bei einem Knäblein tat, dem wurde mit der Verurteilung „Unrecht“ (Maas) angetan.

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5 Kommentare leave one →
  1. Passt permalink
    29. März 2017 16:13

    Der Widerstand in Bildern – Bitte teilen und verbreiten zum Mut machen!

    http://homment.com/epw99b3575

  2. 29. März 2017 18:30

    Schon in den 60ern blieben Schwulenbars in München unangetastet. Wenn einer verurteilt wurde, dann war da etwas mehr im Spiel als nur „unter Männern.“

    • 30. März 2017 22:01

      Volle Zustimmung. Auch die Lustbarkeiten in der Homoschenke in der Christopher Street zu Jew York 1969 hatten mitnichten eitel Schwulenfeindlichkeit zu Anlaß bzw. Ursache, da war doch büschen mehr bzw. was anderes.
      Recht grausam ist das Gurgeln zu diesem Thema, heutzutage: Natürlich war es, bei Bolschewikipedia, aber nicht nur da, pure Bosheit und Intoleranz.

  3. 30. März 2017 22:26

    Es ist – schon lange – ein Nebenkriegsschauplatz, unter etlichen anderen.
    Viel wichtiger aber ist, daß dieser Genrich Jagoda für Arme, natürlich nicht nur er, die volle Zensur im Internet einzuführen beabsichtigt.
    Mit der Meinungs- und Äußerungsfreiheit ist es wie mit der Schwangerschaft: Nur ein bißchen geht nicht, entweder – oder.

  4. Gucker permalink
    31. März 2017 23:34

    Als nächstes kommt bestimmt:

    Von Migranten ausgehende Gewalt gegen Deutsche bleibt straffrei,
    das sich wehren von Deutschen gegen Migrantengewalt wird strafbar.

    Man kann an vielen Stellen nachlesen, was das Volk von solcher Justiz denkt
    und wie das Volk Willkürherrschaft nach Zusammenbruch des Systems gestraft hat.
    Herr Maas mag u. a. im Geschichtsbuch ab 1789 a.D. nach schlagen …

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