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Trauerspiel um die Trauerfeier

24. Juni 2017

Egal, was man von Helmut Kohls politischem Vermächtnis hält, er war nunmal eine weltweit bekannte Person, ein Vertreter, geradezu ein Symbol Deutschlands (und nicht Europas!).

Ein Staat, der was auf sich hält, muß eine solche Person mit dem angemessenen Pomp zu Grabe tragen.

Man denke an Adenauers Beerdigung 1967: Aufgebahrt im Kölner Dom…

Adenauer Beerdigung 7

… und nicht in der Kühltruhe im Oggerheimer Wohnzimmer, dann mit feierlichem Zug zum Rhein,…

Adenauer Beerdigung 3

.

Adenauer Beerdigung 4

…mit dem Marineschiff über den Rhein nach Rhöndorf,…

Adenauer Beerdigung 6

.

Adenauer Beerdigung 2

…, die Menschen standen am Ufer und nahmen Abschied,…

andenauer beerdigung

…400 Millionen Menschen weltweit sollen die Fernsehübertragung dieser Feierlichkeiten gesehen haben (bei ca. 3,4 Mrd. Weltbevölkerung und damals stand noch nicht in jeder Strohhütte eine Glotze).

So trägt man einen Staatsmann zu Grabe.

Helmut Kohl wußte das, schließlich hat er bei der Beerdigung Friedrichs des Großen auf die richtige Inzenierung Acht gegeben:

Gebeine-von-Friedrich-II.-nach-Potsdam-gebracht

Mann kann sich für Deutschland nur noch schämen. Nichts kriegt dieses Land noch gebacken.

Wie stehen wir da vor der Welt?

Eine zerstrittene Familie, der Patriach liegt wochenlang in der Kühltruhe und solche obskuren Typen wie Bommeleeër-Hänschen Junker wollen jetzt einen „europäischen Staatsakt“ veranstalten. Welche Funktion in Europa soll Kohl denn besetzt haben?

 

 

 

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10 Kommentare leave one →
  1. 24. Juni 2017 14:47

    > Welche Funktion in Europa soll Kohl denn besetzt haben?
    Großbürger.

    • 24. Juni 2017 18:53

      Kohl war bekennender Kleinbürger, wie ich, übte in der EU keine Funktion aus, wie ich auch.
      Bekomme ich im Fall der Fälle auch einen europäischen Staatsakt vom Bommeleeër-Hänschen aus Luxemburg?

  2. 24. Juni 2017 15:09

    Die Fähigkeit, der Beisetzung eines herausragenden Regierungschefs Gestalt und Form zu geben, ist zumindest ein Indikator für die innere Befindlichkeit eines Gemeinwesens. Mögen auch innerfamiliär eher peinliche Zustände wie in einer Vorabend-Soap herrschen, so ist doch die Bundesrepublik in der Pflicht, Helmut Kohl, der eben nicht nur Ehemann, Familienvater und Opa war, sondern der Kanzler der Vereinigung war, angemessen zu würdigen. Das dies anstandslos (im wahrsten Sinne des Wortes…) an das dubiose Nicht-Staats-Gebilde „EU“ abgetreten werden soll, spricht Bände. Offenkundig verdunstet selbst in den obersten Staatsorganen das Bewußtsein der Staatlichkeit rapide, gar nicht schnell genug kann man dort Deutschland im großen EU-Superstaat aufgehen sehen.
    Zumindest der geistige Zuschnitt der Handelnden in Berlin scheint bereits auf Landkreis-Niveau angekommen…

    • 24. Juni 2017 15:25

      wird er dann auch für sein gebrochenes „Ehrenwort“, Parteispenden-Affäre und sein Fernbleiben in Solingen geehrt? Vielleicht sollte man ihn einfach still und leise in Speyer beisetzen und die eigene Energie für die Demokratisierung der europäischen Strukturen verwenden.

      • 24. Juni 2017 17:25

        Liebe Sara,
        Du als Linke könntest mit Kohl doch zufriedener sein: Eine Schwachsinnswährung vertraglich besiegelt, das Völkergefängnis EU mit Maastricht- und Schengen-Vertrag ausgebaut usw.
        Aber darum geht es in diesem Moment nicht. Wenn so ein Mann stirbt, ist es ein Moment einer Gemeinschaft, sich auf sich selbst zu besinnen.
        Das wollen Merkel und Co. vermutlich nicht, sie sind ja NWO-Soros-Jünger. Aber 95% der Menschen weltweit werden den Kopf schütteln über soviel Selbsthaß und Kleingeistigkeit.
        Gruß
        Julius

      • 24. Juni 2017 17:57

        Ich wundere mich zwar über die Schublade, aber dirzuliebe werde ich Pietät walten lassen und in Sachen Kreuzblütler für 30 Tage schweigen.

  3. 24. Juni 2017 18:50

    Liebe Sara,
    in Deutschland 2017 ist man entweder links oder Nazi. Und Nazi bist Du doch bestimmt nicht.
    Gruß
    Julius

  4. Gucker permalink
    24. Juni 2017 19:51

    „er war nunmal eine weltweit bekannte Person“

    Es ändert sich die Welt und der Lauf der Zeit:

    Machmal ist es gut nicht zu wissen, was die Zukunft bringt …

  5. francomacorisano permalink
    24. Juni 2017 23:38

    Die jüngeren Zweitfrauen von großen Persönlichkeiten sind manchmal ein Problem. Helmut Kohl hätte schon einen echten deutschen Staatsakt verdient, aber seine Zweitfrau hat das ja verhindert. Ob das sein Wille war, werden wir nicht erfahren.

    Der europäische Staatsakt ist zweifelhaft. Die EU ist KEIN Staat, daher kann es keinen Staatsakt geben! Die blaue Fahne mit dem Sternenkreis wird als EU-Flagge angesehen. Es gibt aber keine EU-Verfassung, die diese Fahne als EU-Flagge legalisiert.

    Ich war nie ein Fan von Helmut Kohl, denn er hat den Konservativen in der CDU zu viel Schaden zugefügt. Die Turbulenzen um seine Trauerfeier aber sind lächerlich, unwürdig und typisch für Merkel-Deutschland und die Juncker-EU.

  6. 25. Juni 2017 00:37

    Danke dir Julius das du anstand wuerde und achtung einer person hervorhebst.
    Dabei die zerstrittene selbstsuechtige und wuerdelose politische zene in deutschland anprangerst.
    Gruss
    Michael

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