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„Links bin ich schon lange nicht mehr“

30. Juni 2017

schreibt die deutsche Schriftstellerin Monika Maron in der NZZ.

Ich möchte bei dieser Gelegenheit den Schweizern für ihren Pluralismus danken und daß sie Bassam Tibi,  Jörg Barbarowski und anderen noch eine Stimme geben, insbesondere die Baseler Zeitung.

Wie heißt doch der Witz? Was haben Deutschland und Nordkorea gemeinsam? Wenn Du wissen willst, was im Lande passiert, mußt Du ausländische Zeitungen lesen.

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Aus dem Artikel von Monika Maron:

„…Im Herbst müssen, sollen, dürfen wir wählen. Früher, als ich noch in der DDR lebte, waren freie Wahlen etwas so Verheissungsvolles wie Reisefreiheit und offene Grenzen, woran man schon erkennen kann, wie wandelbar Begriffe sind. Wer denkt bei «offenen Grenzen» noch zuerst an den Fall der Berliner Mauer? Jetzt haben wir, habe ich, die freie Wahl, und trotzdem sind Wahlen für mich seit Jahren eine Zumutung. …Wahrscheinlich maron.PNGwerde ich wieder die FDP wählen, diesmal sogar mit der kleinen Hoffnung, nicht nur den geringsten Schaden anzurichten, sondern das grösste Übel zu verhindern: eine schwarz-grüne Koalition, die unvermeidbare Angela Merkel, flankiert von Katrin Göring-Eckardt; das wäre der grösste anzunehmende Wahlunfall, jedenfalls für mich. …

Eigentlich möchte ich auf gar keinen Fall noch einmal vier Merkel-Jahre erleben. Vermutlich teile ich diesen Wunsch mit vielen meiner Mitbürger, nur so lässt sich der raketenhafte Aufstieg von Martin Schulz verstehen, der ebenso raketenhaft, nämlich wie eine abgebrannte Silvesterrakete, endete, als klarwurde, dass es unter einem SPD-Kanzler nur noch schlimmer werden kann. Denn wer soziale Gerechtigkeit fordert, ohne zu erklären, wie die illegale Einwanderung gestoppt werden kann und die illegal Eingewanderten zur Auswanderung bewogen werden können, bleibt die entscheidenden Antworten schuldig und nährt den Verdacht, dass er nicht einmal die Fragen zur Kenntnis nimmt.

Also doch wieder Merkel. …Wenn die eigene Partei der Kanzlerin die Gefolgschaft zu verweigern drohte, sprang ihr die linke und grüne Opposition hilfreich bei. Nach zwölf Jahren Merkelherrschaft sehe ich in der politischen Figur Merkel einen Vampir, der jeder Partei und am Ende dem Parlamentarismus das Blut aussaugt und damit die eigene Unsterblichkeit nährt. Anders ist nicht zu erklären, dass die Kanzlerin ihre irrwitzigen, allseits bekannten Fehler wie die überstürzte Energiewende, die verpatzte Euro-Rettung, die sperrangelweit geöffneten Grenzen unversehrt überstanden und zudem die Welt noch von ihrer Unersetzlichkeit überzeugt hat.

Wenn ich also wähle, werde auch ich wieder Merkel gewählt haben und damit eine Politik, die ich für unheilvoll halte. Denn eigentlich gehöre ich zu denen, die neuerdings als rechts bezeichnet werden. So steht es jedenfalls in den Zeitungen. …Welche Achse hat sich gedreht, dass ich mich auf einer anderen Seite wiederfinde, ohne die Seite gewechselt zu haben?

Nehmen wir zum Beispiel den Vorwurf der Islamophobie, die unbedingt zum Rechtssein gehört. Ich habe also eine krankhafte Angst vor dem Islam, sagen die Zeitungen und das Fernsehen. Die Wahrheit ist, dass ich vor dem Islam wirklich Angst habe. Aber warum ist das krankhaft und nicht vernünftig? Die gleichen Zeitungen, die mir meine verachtenswerte Gesinnung attestieren, berichten täglich von blutrünstigen Verbrechen, die im Namen dieser Religion begangen werden, wobei sie natürlich betonen, dass das nicht an der Religion, sondern nur an deren Missbrauch liegt. Missbraucht wurde in der Menschengeschichte fast alles. Während für meine Kritiker der Missbrauch des Nationalen aber nur den Schluss zulässt, dass man den Nationalstaat abschaffen müsse, bleibt der missbrauchte Islam ganz ungeschoren.

Warum bin ich rechts, wenn ich nicht glaube, dass die eineinhalb oder zwei Millionen (so genau weiss es ja keiner) jungen Männer, die in den letzten drei Jahren eingewandert sind, die herbeigesehnten Facharbeiter werden und Deutschlands demografisches Problem lösen, zumal Männer unter demografischem Aspekt vollkommen ohne Belang sind?

Oder nehmen wir die AfD. Ich sehe in ihr die logische Folge eines Parlaments ohne Opposition und einer sturen, als alternativlos propagierten Politik, deren Konsequenzen unabsehbar sind. Von Beginn an wurde diese Partei bekämpft, als sei sie der Gottseibeiuns, auch als es die aus heutiger Sicht «gute AfD», die professorale Lucke-AfD, war. Warum ist es links, wenn einer Partei, die demokratisch legitimiert in dreizehn Landtagen und demnächst wahrscheinlich im Bundestag sitzt, Tagungsräume verweigert werden, wenn die Arbeitsplätze ihrer Mitglieder gefährdet sind, ihre Wohnhäuser angegriffen, ihre Autos abgefackelt und sie selbst zusammengeschlagen werden? Und warum bin ich rechts, wenn ich das undemokratisch, dumm und brutal finde?

Wenn ich mir für Deutschland etwas wünschen dürfte, dann würde ich Boris Palmer bitten, die Grünen endlich zu verlassen, eine eigene Bewegung zu gründen und seine Talente den achtzig Millionen Deutschen statt den nicht einmal hunderttausend Tübingern zu widmen….Vor allem hat er seinen Verstand behalten, ist offenbar furchtlos und ein Kämpfer. Und von den deutschen Wählern würde ich hoffen, dass sie dann ihre Verzagtheit und ihr Misstrauen in den Wind schlagen und etwas Neues, Unbekanntes wagen.

Aber es ist ja schon Sommer und bis zum Herbst wenig Zeit, zu wenig für so viel Wagemut, und so bleibt es wohl noch einmal bei der Zumutung.“

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5 Kommentare leave one →
  1. 30. Juni 2017 23:57

    Zu Padua hauste einst ein Weib, bös von Seele, doch gut von Leib, genannt die schöne Monika …
    Lakedaimonisch gesagt: Strunze.
    Die NZZ ist ein Rinnsteinblättchen wie die David-Frankfurter-Allgemeine, oder die taz, oder die Blah aus dem Hause Springer. Drauf gehustet. Ministerium für Wahrheit.

  2. Gucker permalink
    1. Juli 2017 00:05

    „Ich habe also eine krankhafte Angst vor dem Islam, sagen die Zeitungen und das Fernsehen. Die Wahrheit ist, dass ich vor dem Islam wirklich Angst habe. Aber warum ist das krankhaft und nicht vernünftig? Die gleichen Zeitungen, die mir meine verachtenswerte Gesinnung attestieren, berichten täglich von blutrünstigen Verbrechen, die im Namen dieser Religion begangen werden, wobei sie natürlich betonen, dass das nicht an der Religion, sondern nur an deren Missbrauch liegt. Missbraucht wurde in der Menschengeschichte fast alles“

    Man muß ernsthaft nachdenken, welche Bezeichnung man diesen politischem System
    und seiner Führung gibt, die ein ganzes Volk belügen, manipulieren und zersetzen,
    um die richtig passenden Worte zu vermeiden um sich nicht der Verfolgung durch
    deren Häschern auszusetzen. Hier könnte der Name „Unrechtsregime“ passen.

    Alle Diktatoren dieser Welt, siehe Cäsar, Ludwig XVI, Napoleon, Zar Nikolaus,
    Lenin/Stalin, Mao, Pol Pot u.v.a. hielten ihre Herrschaft für rechtens. Ebenso
    heute auch Angela Merkel samt dem sie stützenden deutschen Bundestag.
    Formal ist das sicherlich richtig. War es aber bei den Vorgenannten auch.
    Der wesentliche Unterschied liegt in der Ansicht der Beherrschten.
    Denen bleibt nur das Ausspucken vor Verachtung.

    Das Erniedrigende ist die Primitivität und Offensichtlichkeit ihrer Lügen.
    Es wird noch nicht einmal der Versuch gemacht, den Anschein der Wahrheit
    zu erwecken, sondern den gesunden Menschenverstand als niederen,
    menschenverachtenden Rassismus darzustellen. Wer nicht an die Erde
    als Scheibe glaubt, zeigt damit nur seine niedere Gesinnung …

    Wie viele Tote muß es erst geben, bevor die Wahrheit gesagt werden darf?
    Wie viele Tote muß es noch geben, bevor die Gefahr erkannt wird?
    Von der Beseitigung erst gar nicht zu reden …

    • Theodor Körner permalink
      1. Juli 2017 12:00

      Das ganze pseudo-politische Gesäusel von Frau Maron beschreibt exakt das Übel des deutschen Wahlvolks.
      Die Verfassungsrichter um Prof. Di Fabio haben einmütig festgestellt, daß Merkel mit dem Ignorieren der deutschen Verfassung (Grundgesetz) und der Flutung Deutschlands mit dem kriminellen Abschaum Afrikas (Zitat Botschafter Bokwango) einen Staatsstreich begangen hat, was sie mit der Schaffung des Gesetzes zur Gleichstellung der Ehen zwischen Frau und Nachttischlampe bestätigt hat. Das GG interessiert diese Polit-Parasiten, die sich selbst gern als Elite bezeichnen, nicht.
      Anstatt eine Wahlempfehlung für die FDP abzugeben – dort gibt es auch nur Parasiten des Systems, die den Merkel-Putsch gegen Volk, Recht und Republik zum eigenen finanziellen Nutzen mittragen, sollte sie einen Aufruf zum Boykott der Wahlen formulieren und zum Generalstreik aufrufen, damit dieser Merkel-Putsch auch sichtbar seine öffentliche Legitimität einbüßt. Solange Persönlichkeiten der Öffentlichkeit nicht den Mut aufbringen, die Realität (den planmäßigen Untergang der europäischen Völker und die absolute Tyrannei der EUrokratur) wahrheitsgemäß zu bezeichnen, dienen sie dem korrupten Macht-Syndikat als nützliche Idioten und Feigenblätter für eine nicht existierende Demokratie.
      Statt dümmlicher Wahlempfehlungen ist zu unserem Überleben jetzt Widerstand gem. Art. 20 Abs 4 GG erforderlich – weil dieses Volk und sein Gemeinwesen bis zum Ende der nächsten Legislaturperiode untergegangen sein wird – wegen fehlender Courage, sein Ende abzuwenden!

    • 1. Juli 2017 19:25

      Bill Warner, PhD: Why We Are Afraid: 1400 Years of Fear – German Sub-titles

  3. 1. Juli 2017 11:40

    Die Veränderungen in der politischen Landschaft der letzten Jahre wird man nur mit einem tektonischen Beben vergleichen können, einem völligen Paradigmenwechsel: die politische Kaste präsentiert sich als ein Parteienkartell, bei dem sämtliche Module untereinander koalitionsfähig sind, da die grundsätzlichen Programmpunkte des social engineering von allen geteilt werden. Um unliebsame Gesellschaft durch andere Parteien in den Staatsorganen zu unterbinden, können diese – entgegen dem Parteienprivileg – finanziell ausgetrocknet werden, eine Art kaltem Parteienverbot ohne Bundesverfassungsgericht, Prozeß und Verteidigungsmöglichkeit. Mißliebige Kritiker können „legal“ via NetzDG mundtot gemacht und durch sog. Staatstrojaner ausspioniert werden. Die politische Kaste agiert dabei mit Medien, Kirchen und linken „zivilgesellschaftlichen Akteuren“ derart offen orchestriert (siehe letzter Parteitag der AfD in Köln), dass man schlichtweg von einem einheitlich orientierten und geschlossen handelndem linken Gesamtkomplex gesellschaftlicher Führungseliten ausgehen muß. Liest man die Äußerungen führender christlicher Geistlicher und den von den Medien einheitlich verbreiteten Tenor zur Masseninvasion, zudem von einem informellen Staatskirchentum bzw. von informellen Staatsmedien.
    Vor diesem Hintergrund muß sich natürlich jeder selbst politisch neu sortieren, denn das alte Parteiensystem existiert – wie gezeigt – nicht mehr. Die „alte CDU“ gibt es nicht mehr, nur die von Frau Merkel abhängige Gefolgschaft samt ein paar Dissidenten in Fraktion und Parteiapparat. Diese werden „der Optik wegen“ wohl noch etwas geduldet, maßgeblichen Einfluß haben sie nicht mehr. Die SPD ist mittlerweile derart entkernt, dass sie zunehmend überflüssig wird, übrigens auch Bündnis ’90/Die Grünen. Da deren gesellschaftliches Gedankengut (Kernkraft-Ausstieg, Wehrpflicht-Abschaffung, nun die sog. Homo-„Ehe“) nun vom gesamten Parteienkartell von schwarz über gelb bis rot/dunkelrot durchgesetzt wurde und fanatisch verteidigt wird, hat die grüne Partei die ihr zugedachte Aufgabe eines Virenträgers im gesellschaftlichen Organismus erfolgreich abgeschlossen. Zum einen der totale Sieg, zum andern gleichzeitig die totale Überflüssigkeit der grünen Partei. Deutschland hat keine grüne Partei mehr, sondern eine grünorientierte politische Kaste. Logischerweise ist nunmehr „rechts“ wie „links“ fragwürdig, es heißt nun nur noch „im Kartell“ oder draußen.
    (gekürzte Fassung, vollständig auf: https://kirchfahrter.wordpress.com/2017/07/01/der-herrschende-gesamtkomplex-gesellschaftlicher-fuehrungseliten/)

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