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„Das Gender-Paradoxon“

18. Juli 2017

heißt ein vom Biologieprofessor Ulrich Kutschera 2016 veröffentlichtes Buch.

Aus der Amazon-Besprechung von Dasting-Hussner, 3. Januar 2017:

„Der Pflanzenphysiologe und Evolutionsbiologe Ulrich Kutschera hat mit seinem Buch „Das Gender-Paradoxon“ eine fundierte Entlarvung der Gender Studies vorgelegt, die mittlerweile mit über 200 Lehrstühlen in Deutschland die Universitäten kontaminiert haben, sich immer weiter ausbreiten und Forschungsmittel zu Lasten anderer Wissenschaften und ohne erkennbaren Nutzen für den Erkenntnisfortschritt in den Wissenschaften vergeuden. Folgerichtig beschreibt Kutschera die Gender Studies und deren praktische Umsetzung (Gender-Mainstreaming) als „Gesellschaftskrebs“. Kutschera, der Erfahrung im Umgang mit ideologischen und religiösen Pseudowissenschaften hat – er hat sich lange mit dem Kraetionismus beschäftigt und bekämpft dessen Versuche, sich in den Wissenschaften zu etablieren -, widerlegt in seinem Buch mit zahllosen empirischen Belegen die quasi-religiösen Glaubenssätze der Gender Studies.

Letztlich lässt sich die Basisthese der Genderisten, nämlich dass der Mensch als Unisexwesen zur Welt kommt und sich erst dann durch gesellschaftliche Einflüsse zu Mann oder Frau entwickelt, auf den amerikanischen Psychologen und Erziehungswissenschaftler John Money zurückführen. Er hat die Behauptung aufgestellt, man könne aus Männern problemlos Frauen machen, wenn man sie von Kleinkind an als Frauen erziehen würde. Als Versuchskaninchen hat er sich in den 60er Jahren einen Jungen (Bruce Reimer) ausgewählt, dessen Penis bei einer Phimose-Operation versehentlich so verstümmelt wurde, dass er entfernt werden musste. Money empfahl den Eltern sie sollten das Kind einer Hormonbehandlung unterziehen, ihm einen weiblichen Namen geben und es als Mädchen erziehen. Das Experiment scheiterte gründlich. Money hat sich jedoch nie davon distanziert. Bruce, umbenannt nach Brenda, der sich später David nannte und sich so gut es ging wieder zum Mann umoperieren ließ, beging in den Dreißigern Selbstmord. Die ganze Geschichte wird im Buch ausführlich dargestellt.

Kutschera gibt fundiert Auskunft über den Sexualdimorphismus (bezeichnet in der Biologie deutliche Unterschiede in Erscheinung, Körperfunktionen oder Verhalten zwischen männlichen und weiblichen Individuen derselben (Tier)Art, Wiki J.R.) in Tier- und Pflanzenwelt und beim Menschen und stellt den evolutionsbiologischen Kontext her, ohne den man ihn nicht verstehen kann. Weiterhin referiert er über die verschiedenen Gebiete, auf denen dieser Dimorphismus wirkt. Dem gegenüber stellt er die Aussagen der Gender Studies. Für die Behauptung etwa, dass alle Menschen Unisexwesen wären, gibt es nicht einen einzigen schlüssigen und vor allem empirisch abgesicherten Beweis. Die Biologie und alle verwandten Wissenschaften können hingegen neben den evolutionstheoretischen Aussagen Berge von empirischen Belegen für einen angeborenen Sexualdimorphismus vorlegen, der sich auch auf Verhaltensweisen bis hin zu unterschiedlichen Lebensentwürfen auswirkt. Ausführlich geht der Autor auch auf Abweichungen vom Sexualdimorphismus (Homosexualität, Transsexualität) ein. Vehement und fundiert widerspricht er der Behauptung, man könne seine sexuelle Orientierung frei wählen.

Der Autor zeigt zudem Parallelen zwischen den Gender Studies und dem Kreationismus auf. Er weist auf die gemeinsamen Prinzipien dieser pseudowissenschaftlichen Ideologien hin. Es sind dies nicht hinterfragte und völlig unbegründete Glaubenssätze, Immunisierung gegen Kritik von außen, Diffamierung der Kritiker, selektive Wahrnehmung von Daten, keine Ergebnisoffenheit und heuristische Sterilität. Scharfe Kritik erntet auch das Gender Mainstreaming, die politische Agenda der Gender Studies. Die Umsetzung geschieht nach einer Art Kaderprinzip, das etwa für sozialistische Staaten des ehemaligen Ostblocks maßgeblich war. Es handelt sich um eine Art Hidden Agenda, die der Bevölkerung unter dem Deckmantel der Gleichstellung verkauft wird, tatsächlich aber vom alten Unisexgedanken ausgeht. Die Gender Studies wurden nie einer ernsthaften Forschungsevaluation unterzogen, die ihre Wissenschaftlichkeit und ihren Nutzen für den Erkenntnisfortschritt der Wissenschaft nachweist.

Das Buch ist in einem gut lesbaren Stil und spannend wie ein Krimi geschrieben – stellenweise auch mit durchaus notwendiger Polemik und Sarkasmus. Ein gut 16 Seiten starkes Literaturverzeichnis listet die dem Buch zugrunde liegende Literatur. Es gibt bereits eine ganze Reihe Bücher, die dem Gender Mainstream entgegentreten. Das Buch von Ulrich Kutschera ist meines Erachtens das fundierteste. Man kann ihm nur weite Verbreitung wünschen, damit Gesellschaft, Wissenschaft und Politik von diesem „Gesellschaftskrebs“ geheilt werden.“

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Hier auch noch eine längere Radiobefragung des Professors aus 2015:

Zu Gast bei Ingo Kahle: Prof. Dr. Ulrich Kutschera, Evolutionsbiologe, Uni Kassel. Ein Gespräch darüber, warum Frauen und Männer nicht gleich sind. Sa 11.07.2015

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One Comment leave one →
  1. francomacorisano permalink
    19. Juli 2017 23:51

    Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde – nach dem Bilde Gottes schuf er ihn; als Mann und Weib schuf er sie„.

    (1. Moses, 1.27)

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