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„Gutti“ als Minister in Berlin?

25. Juli 2017

Gerüchtehalber soll die CSU mit dem Gedanken spielen, den Freiherrn Karl-Theodor von und zu Guttenberg als Minister ins nächste Kabinett zu senden.

Natürlich, er ist ein Schwätzer, (Dissertations-)Betrüger und Schaumschläger.

Anderseits: Warum nicht. Womit unterscheidet er sich da von etlichen der Figuren in Berlin?

Der Unterschied: Er sieht besser aus und hat so ein herrlich adeliges Gehabe. Und er nahles merkelkleidet sich besser. Ist bei der lausigen Konkurrenz fast schon ein Vorteil.

.

Passenderweise wiederholt Sat1 am 09.09.2017 die Satire „Der Minister“ aus 2013. Natürlich keine Doku über „Gutti“, aber eine sehenswerte Satire.

 

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3 Kommentare leave one →
  1. francomacorisano permalink
    25. Juli 2017 21:59

    DAS fällt mir dazu ein:

    • 25. Juli 2017 22:23

      Andre, die das Land so sehr nicht liebten
      War’n von Anfang an gewillt zu geh’n
      Ihnen – manche sind schon fort – ist besser
      Ich doch müsste mit dem eig’nen Messer
      Meine Wurzeln aus der Erde dreh’n!

      Keine Nacht hab‘ ich seither geschlafen
      Und es ist mir mehr als weh zumut –
      Viele Wochen sind seither verstrichen
      Alle Kraft ist längst aus mir gewichen
      Und ich fühl‘, dass ich daran verblut‘!

      Und doch müsst ich mich von hinnen heben –
      Sei’s auch nur zu bleiben, was ich war
      Nimmer kann ich, wo ich bin, gedeihen
      Draußen braucht ich wahrlich nicht zu schreien
      Denn mein leises Wort war immer wahr!

      Seiner wär ich wie in alten Tagen
      Sicher; schluchzend wider mich gewandt
      Hätt‘ ich Tag und Nacht mich nur zu heißen –
      Mich samt meinen Wurzeln auszureißen
      Und zu setzen in ein andres Land!

      Andre, die das Land so sehr nicht liebten
      War’n von Anfang an gewillt zu geh’n
      Ihnen – manche sind schon fort – ist besser
      Ich doch müsste mit dem eig’nen Messer
      Meine Wurzeln aus der Erde dreh’n!
      .
      1938, nach dem “Anschluss Österreichs” an das Hitler-Reich schrieb der Jude und Sozialdemokrat Theodor Kramer dieses Gedicht, ehe auch er 1939 nach London ins Exil fliehen konnte.
      In den 1970ern wurde es von Erich Schmeckenbecher für Zupfgeigenhansel vertont.

  2. 25. Juli 2017 22:25

    Erich Kästner, Notwendige Antwort auf überflüssige Fragen
    .

    „Ich bin ein Deutscher aus Dresden in Sachsen.
    Mich läßt die Heimat nicht fort.
    Ich bin wie ein Baum, der – in Deutschland gewachsen –
    wenn’s sein muss, in Deutschland verdorrt.“

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