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Führung

12. Juni 2019

„Früher“ standen CDU, SPD und die FDP jeweils für eine bestimmte Politik. Wer die wählte, wußte wohin es gehen würde.

Gleiches konnte man vom Hinzutreten der SED und der Grünen in die Bundespolitik auch sagen.

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Heute haben nur noch zwei Parteien dieses Profil: Die Grünen und die AfD. Sie üben noch Führung im alten Sinne aus.

Die Linken sind so zerstritten, daß man nicht weiß, wohin die Reise mit denen gehen würde.

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Dies ganze Getue der letzten Tage um die Frage, was man in Bezug auf „Klimaschutz“ denn dem Volk anbieten will, sind bezeichnend für den Profilverlust bei Union, SPD und FDP.

Man hat kein eigenes Stammsortiment mehr, schaut nur, was die Konkurrenz im Sonderangebot hat und versucht, sich auch die „Ware“ zu verschaffen.

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Die Situation ist aus mehren Gründen unerfreulich: Zum einen führen die Parteien keine Debatten mehr, weil sie an einer Profilierung kein Interesse haben. Die Debatte wird von NGOs und der Gleichstrompresse gemacht.

Außerdem ist es eine Enteignung der Wählerstimmen. Letztlich weiß kein Wähler der drei Altparteien mehr, was dies aus seiner Stimme machen: Jeder will mit jedem koalieren können (ausgenommen AfD).

Eine Richtungsentscheidung kann man mit seiner Stimme nicht mehr treffen – außer man wählt die Maoisten oder die Patrioten.

2 Kommentare leave one →
  1. 13. Juni 2019 06:04

    Bei den Grünen ist es so eine Sache mit der Führung. Ich bin der Meinung, dass sie „gemacht“ werden und wurden. Themen bauen sie nicht auf, sie greifen auch keine Themen auf die dem Wahlvolk auf den Nägeln brennen, sie folgen Themen die im Konzert von NGOs und gleichgerichteten Medien auf die Tagesordnung gesetzt werden.
    Entweder Nazis (Flüchtlingskrise), Klimaerwärmung/-wandel, Atomkraftwerke, Bauern etc. etc.. Die Grünen sind der politsche Arm eines Kraken der in den Tiefen des gesellschaftlichen Lebens lauert. Sie dürfen momentan Führung spielen.
    Bei der AfD muss man das mal genauer beobachten. Wichtig ist was letztlich an zählbaren Erfolgen rauskommt und zwar dann, wenn sie Einfluss auf öfffentliche Entscheidungen nehmen können oder diese selbst treffen können.
    Derzeit sind sie eine Ein-Thema-Partei und vielleicht noch eine Protestpartei für all jene die Merkel weghaben wollen. Falls es der AfD gelingen sollte mit mehreren Themen zu punkten und weitgehend unabhängig zu bleiben (was ich bezweifle, auch sie will sich jetzt stärker dem Klimawandel zuwenden), könnte sie echte Führerschaft, zumindest ihren Anhängern gegenüber, an den Tag legen.

  2. francomacorisano permalink
    15. Juni 2019 21:56

    Als es in der CDU noch den Stahlhelm-Flügel von Alfred Dregger, Hans Filbinger, Heinrich Lummer, Manfred Wörner und vielen anderen gab und in der CSU Franz-Josef Strauß das Sagen hatte, brauchten wir natürlich keine AfD. Es war Merkel, die die Union deutlich Richtung linksgrün verschoben hat. Das wieder zurückzudrehen wird sehr lange dauern und ist mühselig… 😦

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